Mikroautos auf dem Vormarsch: Studie
Die Zukunft in Kürze

Laut einer Studie steht eine neue Fahrzeugklasse in den Startlöchern. Bei den Mikro- oder SUB-A-Autos liegt die Würze in der Kürze. Über 30 Hersteller sollen sich bereits den ultra-kompakten City-Flitzern widmen.
- Stephanie Kriebel
Bislang fristen Mikroautos ein Nischendasein. Doch in den nächsten drei Jahren könnten die jetzt noch exotisch anmutenden Winzlinge ihren ganz großen Durchbruch haben. Zu diesem Ergebnis kommt jedenfalls eine Studie der international tätigen Unternehmensberatung Frost & Sullivan. Über 30 Marktteilnehmer hätten ihres Fokus bereits auf den zukunftsträchtigen Markt des sogenannten Sub-A-Segments gerichtet. Mehr als 60 Basismodelle befinden sich der Studie zufolge bereits in der Pipeline, bereit, bis zum Jahr 2013 den europäischen Markt zu erobern. Alleine sieben der zehn weltweit wichtigsten Autobauer planen demnach über 19 Modelle in der vollständig neuen Wagenklasse der Mikroautos. Einen ersten Ausblick auf die Zwergenautos der Zukunft gaben bereits der Autosalon Paris 2010 und der Genfer Salon 2011, wo die Hersteller über 30 entsprechende Modelle vorstellten.
Überblick: Greencars auf autobild.de

Diese Optik hat noch Zeit: GM stellte 2010 in Shanghai den EN-V Concept vor, eine Vision für Mobilität im Jahr 2030.
Bild: Werk
Gordon Murray: Batmobil 2011 – Grüne Welle in Gotham City
Vorgelegt hat nun schon mal der Londoner Designer Gordon Murray. Sein neuester Streich hört auf den Namen T.27. An der neun Millionen Pfund teuren Entwicklung des 2,5 Meter kurzen Stadtautos war die britische Regierung mit der Hälfte der Kosten beteiligt. Der Ultra-Kompakte ist ein echtes Leichtgewicht. Nur 680 Kilo bringt er auf die Waage – inklusive Batterie. Die leistet 12 kWh und soll eine Reichweite von bis zu 210 Kilometern ermöglichen. Nach knapp 15 Sekunden liegt Tempo 100 an, maximal sind 105 km/h möglich. Der Energieverbrauch des T.27 soll 30 Prozent unter dem des Elektro-Smart und sogar 86 Prozent unter dem des Mini-E liegen. Sogar einen Crashtest hat der kurze Brite schon glücklich hinter sich gebracht. Derzeit laufen Verhandlungen mit drei potenziellen Herstellern, so Murray.
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