Motorvorwärmer nachrüsten in zehn Schritten

Motorvorwärmer nachrüsten: So geht's

Der Saubere heizt vor

Unter Kaltstarts leiden Technik und Umwelt. Systeme zur elektrischen Vorwärmung schonen den Motor, heizen den Innenraum und sorgen für eisfreie Scheiben.
Auch wenn es tagsüber langsam wieder wärmer wird – die Nächte bleiben kalt, und der Start in den Tag ist damit fürs Auto eine Qual. Die Batterie muss Schwerstarbeit leisten, zudem steigen Motorverschleiß und Schadstoffausstoß. Der Ausweg ist das Nachrüsten einer klassischen Standheizung. Die sind allerdings nicht günstig – mit rund 1200 Euro plus Einbau muss man kalkulieren. Zudem stoßen sie beim Aufwärmen Abgase aus, und ihre Nutzung ist gerade bei Kurzstrecken eine Belastung für die Batterie.

Unser Modell funktioniert wie ein Tauchsieder

Heißes Teil: Komplettset mit Kühlwasser-Heizelement und 1900-Watt-Innenraumlüfter für knapp 700 Euro.

Deutlich günstiger und sauberer geht es mit einer elektrischen Motorvorwärmung. Diese Systeme sind besonders für Autofahrer geeignet, die einen Parkplatz mit Steckdose besitzen und regelmäßig kürzere Strecken zurücklegen. Einfache Geräte gibt es ab etwa 250 Euro. Das Vorwärmen ist nicht zuletzt prima für die Umwelt. Warum? Ganz einfach: Ein kaltes Auto setzt in den ersten 30 Sekunden nach dem Start die gleiche Menge an schädlichen Emissionen frei wie während einer 300 Kilometer langen Fahrt mit warmem Motor. Unser Modell "Defa WarmUp 1900 Bluetooth", das wir in eine elf Jahre alte E-Klasse installieren, funktioniert wie ein Tauchsieder. Es wird in der Öffnung eines Froststopfens im Motorraum verschraubt. Damit ist das Heizelement vom Kühlwasser umschlossen und erwärmt dieses. So erhitzen sich das gesamte Motorgehäuse und das Öl, das dadurch dünner und fließfähiger wird. Das Ergebnis: Beim Start verringert sich die Reibung im Motor, was wiederum weniger Verschleiß, Kraftstoffverbrauch und Schadstoffausstoß zur Folge hat.
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Das System kann auch in Garagen verwendet werden

Ein zusätzlich verbauter elektrischer Heizlüfter im Innenraum macht die Scheiben eisfrei. Außerdem wird die Batterie geladen. Ein weiterer Vorteil der elektrischen Vorwärmung: Da kein Sprit verbrannt wird, kann man solche Systeme auch in Garagen nutzen. Die Energieversorgung erfolgt über ein Stromkabel von außen. Damit werden Vorwärmelement und Heizlüfter mit 230 Volt gespeist. Der Einbau dauert etwa drei Stunden. Morgens rechtzeitig per Smartphone vor Fahrtbeginn eingeschaltet, bewirkt dieses elektrische Heizkraftwerk kleine Wunder: Der Motor startet leichter, der Innenraum ist sofort warm – und das nervige Eiskratzen ist Schnee von gestern.

Motorvorwärmer nachrüsten in zehn Schritten

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Tim Dahlgaard

Fazit

Kein Spritverbrauch, keine Emissionen und keine Beanspruchung der Batterie: Mit Ökostrom betriebene elektrische Motorvorwärmer sind die umweltfreundliche Heiz-­ und Ladelösung für Kurzstreckenpendler.

Autoren: Tim Dahlgaard, Christian Bruns

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