Nachhaltigkeit: BMW reduziert CO2
CO2-Emissionen reduzieren: Bei BMW wird ab jetzt Verpackung gespart

Wie die meisten Autohersteller hat sich auch BMW verpflichtet, die CO2-Emissionen in der eigenen Produktion auf ein Minimum zu reduzieren. Gerade in Sachen Verpackung gehen die Bayern nun neue Wege.
Bild: BMW
- Hans Bast
Verschiedene Projekte bei BMW zielen darauf ab, gemeinsam mit den Lieferanten CO2-Emissionen bei Fertigung und Transport nennenswert zu reduzieren. Seit Jahren wird in den europäischen Werken recyceltes Material für Verpackungen eingesetzt. Die Rezyklatquote bei Neuvergaben für Mehrwegverpackungen wird 2022 von etwa 20 auf über 35 Prozent vergrößert.
Auch der Einsatz von nachhaltigen Materialien, die Reduktion von Einwegverpackungen und weniger Transporte tragen zur Reduktion der Emissionen bei. Insgesamt will BMW mit all seinen Marken die CO2-Emissionen bis Ende des Jahrzehnts pro Fahrzeug in der Lieferkette um 20 Prozent reduzieren. "Durch innovative Herangehensweisen reduzieren wir konsequent unseren Ressourceneinsatz und verringern damit unseren CO2-Footprint", sagt Michael Nikolaides, bei BMW für das Produktionsnetzwerk und die Logistik verantwortlich.
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Ein Beispiel für neue Arbeitsweisen ist die Verwendung von Rezyklat bei sogenannten EPP-Verpackungen (EPP: expandiertes Polypropylen). Derzeit wird bereits ein Anteil von 25 Prozent Rezyklat bei neu entwickelten EPP-Verpackungen eingesetzt. EPP wird zum Beispiel als Spezialbehälter mit passender Geometrie für verpackte Bauteile verwendet, um einen sicheren Transport zu ermöglichen.
280 Tonnen CO2 pro Jahr können leicht eingespart werden
Jährlich werden etwa 360.000 derartige Behälter benötigt. Durch den 25-prozentigen Anteil können fast 280 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden. Damit soll noch lange nicht Schluss sein, und so laufen bereits erste Pilotversuche mit 100 Prozent Rezyklat.
Weitere 680 Tonnen jährliche Einsparung von Emissionen können durch den Einsatz von Abdeckungen und Kleinladungsträgern mit einem 50-prozentigen Wiederverwendungsanteil erreicht werden. Aktuell liegt der Fokus bei diesen Maßnahmen auf den europäischen Märkten; jedoch soll dies auf Standorte in Mexiko, in den USA und in China ausgeweitet werden.
Überdimensionale Klappboxen ersetzen Gitterboxen aus Stahl
Einen noch größeren Erfolg bei der Reduktion von Emissionen erreicht die BMW Group mit der Einführung von überdimensionalen Klappboxen. Statt Gitterboxen aus Stahl kommen nunmehr klappbare Kunststoffalternativen mit über 90 Prozent Rezyklatanteil zum Einsatz.

Einen großen Vorteil an den klappbaren Transportboxen sieht BMW in der Tatsache, dass sie viel Platz sparen.
Bild: BMW
Diese funktionieren wie klappbare Einkaufsboxen – sind sie leer, werden sie zusammengefaltet und sind damit leichter zu transportieren. 15.000 dieser neuartigen Behälter führen zu einer CO2-Reduktion von etwa 3000 Tonnen jährlich.
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