Spektakuläre Motorsport-Unfälle

NASCAR: Rassismus-Eklat

Schlinge in Box von schwarzem Fahrer

Die NASCAR ermittelt in einem neuen Rassismus-Skandal in der NASCAR. In der Box des afro-amerikanischen Rennfahrers Bubba Wallace wurde eine Schlinge gefunden.
Der Rassismus bleibt in Amerika ein präsentes Thema. Und in der größten US-Rennserie, der NASCAR. Beim Rennen in Talladega wurde in der Box von Bubba Wallace eine Schlinge gefunden. Wallace ist der einzige afro-amerikanische Rennfahrer im Feld.
In einer Mitteilung der NASCAR heißt es: „Wir sind wütend und schockiert. Wir können gar nicht klar genug ausdrücken, wie ernst wir diesen abscheulichen Akt nehmen. Wir haben eine sofortige Untersuchung gestartet und werden alles dafür tun, die Personen zu finden, die dafür verantwortlich sind und jene von unserem Sport entfernen.“

In der NASCAR geht es derzeit auch abseits der Strecke heiß her

Wallace selbst reagiert so: „Es macht mich traurig. Das wird mich aber nicht brechen. Weder werde ich nachgeben, noch werde ich zurückweichen. Ich werde weiterhin stolz dafür einstehen, woran ich glaube.“
Im Vorfeld hatte sich die NASCAR – auch auf Drängen von Wallace – dazu durchgerungen, die Konföderierten-Flagge bei NASCAR-Rennen zu verbieten. Die Flagge vereinte die 13 Südstaaten, die sich 1861 von der USA abgespalten hatten und unter anderem für den Erhalt der Sklaverei einstanden. Das löste den brutalen Bürgerkrieg zwischen den Nord- und den Südstaaten in Amerika aus. Für viele Südstaatler (wo die NASCAR ihre Wurzeln hat) steht die Flagge aber auch für Tradition, Familienzusammenhalt und Demokratie. Oft gilt sie aber als Symbol für Rassismus.
In der frühen Phase der NASCAR waren dunkelhäutige Fahrer verpönt. Als Wendell Scott in Jacksonville 1964 als erster Afro-Amerikaner ein NASCAR-Rennen gewonnen hat, wurde vorübergehend der zweitplatzierte Buck Barker zum Sieger erklärt (mehr dazu HIER).
Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton, erster dunkelhäutiger Formel-1-Fahrer, hat inzwischen eine Diversitätskampagne im Motorsport ins Leben gerufen.
McLaren-Pilot Lando Norris hatte zuletzt erklärt, dass er am Tag, an dem er sich gegen Rassismus aussprach, viele Follower in den sozialen Netzwerken verloren hat. Rassismus ist also in Motorsport-Kreisen noch immer ein Problem. Der Fall Bubba Wallace bestätigt das nun auf traurige Art und Weise.
Bubba Wallace liegt nach zwölf Rennen auf Rang 20 der Tabelle. Er fährt einen Chevrolet für das Team von NASCAR-Legende Richard Petty.
Das Rennen in Talladega wurde wegen eines Gewitterschauers auf Montag verschoben. Martin Truex jr. startet von der Pole-Position.

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Fotos: J. C. Tilton/Getty Images/NASCAR

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