Neuer Schlag für Magna
Chrysler hat fertig

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Das Leben für Zulieferer Magna wird nicht leichter. Chrysler will seine Fertigung in Österreich beenden. Unklar ist jedoch, ob die Entscheidung etwas mit der Opel-Übernahme zu tun hat.
(dpa) Chrysler-Chef Sergio Marchionne will einem Medienbericht zufolge keine Fertigungsaufträge mehr an Magna vergeben. Nach dem Willen Marchionnes, der auch Fiat-Chef ist und nach der Übernahme von Chrysler durch die Italiener beide Unternehmen führt, sollen stattdessen künftig Chrysler-Modelle, die zuvor bei Magna gebaut wurden, in einer neu erworbenen Fabrik in Italien produziert werden. Dies sagte Marchionne laut der Online-Ausgabe des "Wall Street Journal". Das wäre ein weiterer Schlag für den Autozulieferer Magna, der zusammen mit russischen Partnern Opel übernehmen will. Auch VW überlegt Aufträge von Magna abzuziehen.
Fiat besitzt Sonderrechte bei Chrysler
Laut "WSJ"-Online wäre dieser Schritt des Italieners allerdings die Fortsetzung der Fiat-Strategie, die Kontrolle über Chryslers Fertigung zu erlangen. Bereits zuvor hätte der Fiat-Chef nach dem Einstieg bei Chrysler dafür gesorgt, dass der US-Autohersteller einige Partnerschaften wie jene mit den japanischen Autobauern Nissan und Mitsubishi beendete. Obwohl der italienische Konzern zunächst nur mit 20 Prozent bei Chrysler an Bord ist, verfügt Fiat über Rechte, die dem Autobauer die alleinige Kontrolle über das US-Unternehmen verleihen. Unklar sei, ob der Auftragsentzug für Magna von der Entscheidung des österreichisch-kanadischen Konzerns beeinflusst werde, Opel/Vauxhall zu übernehmen. Auch andere Autokonzerne sehen dieses Geschäft kritisch und haben, wie beispielsweise Volkswagen, Magna bereits mit einem Auftragsstorno gedroht.

Bild: Werk
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