Audi gehört zu den Herstellern, die in den vergangenen Jahren besonders konsequent auf digitale Cockpits und Touchbedienung gesetzt haben. Große Displays, virtuelle Schalter und immer weniger physische Bedienelemente bestimmten die Innenräume zahlreicher Modelle.
Nach Angaben von Audi sollen künftige Fahrzeuggenerationen Technik zwar weiterhin auf modernste Weise integrieren, dabei aber deutlich zurückhaltender auftreten. Rouven Mohr, technischer Leiter bei Audi, bestätigte dies gegenüber dem australischen Magazin "GoAuto".

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Displays sollen nicht mehr zwangsläufig das dominierende Element im Innenraum sein. Stattdessen möchte Audi digitale Funktionen stärker in ein hochwertiges Gesamtkonzept einbetten und den Fokus wieder auf eine intuitive Bedienung legen.
Audi RS 4
Dieser 2024er Audi RS 4 der Generation B9 zeigt eigentlich, wie nahezu perfekt die Kabine bei Audi einmal aussah.
Bild: Ronald Sassen / AUTO BILD

Tasten feiern ihr Comeback

Besonders erfreulich für viele Autofahrer: Audi plant offenbar die Rückkehr klassischer Bedienelemente. Drehregler und Tasten sollen auch künftig eine wichtige Rolle spielen. Laut Mohr gehören solche haptischen Elemente zur Marken-DNA von Audi. Entscheidend sei dabei nicht nur ihre Funktion, sondern auch das typische Bediengefühl, für das frühere Audi-Modelle bekannt waren – das "Klicken".
Der Schritt kommt nicht überraschend. Schon Studien wie der Audi Concept C oder der Nuvolari deuteten diesen Kurswechsel an. Kein Wunder, schließlich kritisieren viele Kunden seit Jahren, dass reine Touchlösungen im Alltag oft weniger praktisch sind als klassische Schalter – und das nicht nur bei Volkswagen.
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Schon beim im Herbst 2025 vorgestellten Audi Concept C deutete der Innenraum auf einen möglichen Wandel hin.
Bild: AUDI AG

Qualität soll wieder stärker im Mittelpunkt stehen

Neben der Bedienung will Audi offenbar auch bei den verwendeten Materialien nachlegen. Künftige Modelle sollen wieder stärker auf hochwertige und authentische Oberflächen setzen. Erste Hinweise sollen der neue Q7 und ein möglicher Q9 liefern.
Für viele Audi-Fans dürfte diese Entwicklung ein positives Signal sein. Ganz nach dem Motto: "Weniger ist manchmal mehr."