Mit 181.189 Neuzulassungen im Januar 2010 rangieren die Pkw-Neuzulassungen laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) 4,3 Prozent unter dem ohnehin schon schwachen Januar 2009. Der Verband der Importeure (VDIK) streut sogar noch Salz in die Wunde und weist darauf hin, dass der Januar 2010 der bislang schwächste Automonat seit der Wiedervereinigung gewesen sei. Für die deutschen Autohersteller war der Januar trotzdem kein Trauerspiel – immerhin übertrafen die Bestellungen aus dem Ausland das Vorjahresergebnis um satte 38 Prozent, weiß der Verband der Automobilindustrie (VDA). Auch die Exporte entwickelten sich "auf den meisten Auslandsmärkten überwiegend positiv", so der VDA weiter. Mit  264.500 Pkw setzten die deutschen Hersteller demnach 18 Prozent mehr Fahrzeuge im Ausland ab als noch vor einem Jahr.
Der Anteil der privaten Neuzulassungen ging im Januar weiter auf 42,2 Prozent zurück. Das machte sich besonders im Mini-Segment bemerkbar. Nach dem kräftigen Anstieg im Abwrackprämien-Jahr 2009 waren die Kleinstwagen nun erstmals wieder rückläufig (minus 7,6 Prozent). Auch in der Mittel- und oberen Mittelklasse gab es deutlich weniger Neuzulassungen als vor einem Jahr. Die Kleinwagen- und Kompaktklasse wie auch die Mini-Vans fuhren im Plus.
Die meisten Hersteller verzeichneten im Januar 2010 ein Minus in der Neuzulassungsbilanz. Umso auffälliger waren die deutlichen Zugewinne einiger weniger Marken: Unter den deutschen Autobauern setzte sich VW mit plus 10,9 Prozent weiter ab. Bei den ausländischen Marken behaupteten Renault/Dacia (plus 39 Prozent) und Skoda (plus 44 Prozent) ihre Vorrangstellung. Der beste Start gelang Nissan (plus 206+ Prozent).