Die Nextbase 122 + ist die neue Low-Budget-Dashcam von Nextbase. Sie wird ab dem 12. Juli exklusiv über Lidl vertrieben, der Preis ist eine Kampfansage: nur 49,99 Euro werden für die Kamera aufgerufen. Dafür muss man aber auch ein paar Abstriche machen – besonders bei der Aufnahmequalität wurde "gespart". Unterm Strich bekommt die Nextbase 122+ im AUTO BILD-Test daher die Note "befriedigend" mit 30 von 50 Punkten. (Weitere Infos zum AUTO BILD-Test-Szenario lesen Sie in unserem Dashcam-Test mit Bestenliste)
Nextbase 122+
Nextbase 122+
Nextbase
Nextbase 122+

Testnote: befriedigend

  • einfache Bedienung
  • Akku-gestützter Parkmodus
  • Aufnahmequalität
Preis 49,99 €

Testergebnisse Nextbase 122+

Bedienung: Die Bedienung der Nextbase-Dashcam ist einfach und intuitiv. Anders als bei den höherpreisigen Dashcams des Herstellers (z.B. Nextbase 422 GW oder 622 GW) swiped man sich nicht mittels Touchscreen durchs Menü, sondern hat verschiedene Knöpfe, mit denen die Bedienung ähnlich einfach vonstattengeht. Wie von Nextbase gewohnt hat man auch bei der Spar-Dashcam den prägnanten und gut platzierten Knopf zur Sperrung einer Aufnahme im Notfall. Ebenfalls dabei: Zwei Halterungen, wahlweise mit Saugnapf oder Klebepad. Auch eine SD-Karte ist im Lieferumfang enthalten – das ist nicht selbstverständlich, schon gar nicht in dem Preissegment.
Bildqualität: Bei den Aufnahmen merkt man leider, dass es sich bei der Nextbase 122 + um eine Spar-Dashcam handelt. Schon die Eckdaten lassen Skepsis aufkommen: HD-Auflösung (720p), obwohl vergleichbare China-Dashcams (z.B. Aukey DR01) im gleichen Preissegment mindestens Full-HD (1080p) bieten. Der Weitwinkel beträgt lediglich 120 Grad, obwohl mindestens 140 Grad wünschenswert wären, um auch mehrspurige Straßen komplett abzubilden. Beim Auswerten der Aufnahmen bestätigt sich dann die Annahme: Die Tagaufnahmen sind insgesamt sehr dunkel. Durch die geringe Auflösung wirkt das Bild unscharf und wenig detailreich. Wichtige Informationen wie Kennzeichen sind erst spät, teilweise gar nicht zu erkennen – schade. Auch die Nachtaufnahmen können nicht gänzlich überzeugen. Sie sind zwar vergleichsweise klar und rauschen kaum, allerdings dürften sie gerne schärfer sein. Außerdem schlägt hier deutlich der Verzicht auf einen sogenannten "Wide-Dynamic-Range-Modus" durch, den viele andere Dashcams bieten: Die Aufnahmen sind extrem dunkel.
Sicherheit: Zusätzliche Sicherheits-Assistenten gibt es bei der Nextbase 122 + nicht – was bei dem günstigen Preis absolut zu verkraften ist. Ein Feature, das man von Nextbase bereits kennt, gibt es bei der Low-Budget-Dashcam überraschender Weise aber auch: den akkugestützten Parkmodus. Die Dashcam hat einen integrierten Akku, der die Überwachung des parkenden Fahrzeugs erlaubt, auch ohne dass die Dashcam permanent an eine Stromversorgung angeschlossen sein muss. Das haben viele andere Dashcams nicht – toll.

Fazit und technische Daten

Zugegeben, bei den Aufnahmen kann die Spar-Dashcam von Nextbase kaum punkten – für den grundlegenden Zweck, Beweise für den Ernstfall zu sichern, reichen die Aufnahmen aber aus. Für Einsteiger, die nur wenig Geld für eine Dashcam ausgeben möchten, ist die Nextbase 122 + daher trotzdem eine Alternative.
Preis: 49,99 Euro
Max. Auflösung: HD (720p) bei 30 fps
Aufnahme-Winkel: 120°
SD: bis 32 GB, ab Class 10
Display: 2-Zoll-LED-IPS-Screen
GPS: nein
Länge Aufzeichnung: 1/2/3 Min Loops