Nissan 370Z Automatik: Test
Im Wandler der Zeit

Als ehrlicher Hecktriebler hat der Nissan 370Z bis heute viele treue Fans. Die Automatik zeigt jedoch, wie sehr der Zahn der Zeit an ihm genagt hat.
- Guido Komp
Fünfzig Jahre ist es nun her, da präsentierte Datsun mit dem 240Z einen Sportwagen, der heute Kultstatus genießt. Gefühlt ebenso lange läuft der Modellzyklus seines Urenkels Nissan 370Z. Die Rezeptur stimmt bis heute: Kurzes Heck, lange Haube und darunter ein großvolumiger V6-Saugmotor, der die Hinterräder antreibt. In der Basisversion mit Sechsgang-Handschaltung startet der "Zettie" bei relativ günstigen 34.130 Euro.
Bei den reinen Messwerten liegt die Automatik vorne

Die Automatik ermöglicht bessere Fahrleszungen, aber mehr Spaß macht eindeutig der Handschalter.
Bild: NISSAN CENTER EUROPE
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Am Kurveneingang vermittelt die gefühllose Lenkung des 370ZZ zunächst wenig Vertrauen, bis die ausgeglichene Gewichtsverteilung und das drückende Heck das Handling positiv beeinflussen. Der Grenzbereich kündigt sich rechtzeitig und gutmütig an, der Z ist spaßigen Drifts stets zugeneigt. An die Agilität und Präzision eines Toyota GT86 reichen das straffe Fahrwerk und die gefühllose Lenkung jedoch nicht heran. Als letzter Kritikpunkt bleibt das Cockpit, das aufgrund der geringen Kopffreiheit ein insgesamt beengtes Raumgefühl hinterlässt; zudem genügt der Lenksäuleneinstellbereich nur kleinen Fahrern.
Fazit
Vergessen Sie die besseren Fahrleistungen der Automatikversion, und greifen Sie stattdessen zum Handschalter: Das manuelle Getriebe passt besser zum geerdeten Charakter des 370 Z. Wer stattdessen etwas Geld in ein Sportfahrwerk investiert, der erhält einen ehrlichen Sportwagen alter Schule, der mit seinem günstigen Preis über so manche seiner Schwächen hinwegsehen lässt.
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