Es begann vor mehr als 17 Jahren: Im Februar 2007 schickte Nissan das Kompakt-SUV Qashqai ins Rennen. Und konnte seither über 367.000 Kunden überzeugen. Über die Jahre knabberten aber auch andere Mitbewerber am Erfolgskuchen, erst mit der dritten Generation zogen die Verkaufszahlen wieder an
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Damit das so bleibt, wurde die 2021 eingeführte Nummer drei jetzt noch einmal überarbeitet. Geändert wurden der Grill und die Scheinwerfer. Am Heck erhielten die Leuchten ein neues Innenleben und damit eine veränderte Lichtgrafik. Die vier einzelnen LED-Elemente scheinen optisch zu schweben.
Nissan Qashqai 1.5 VC-T e-Power
Leichte Retuschen: Neben dem Grill und dem Scheinwerfer, hat Nissan auch bei den Rückleuchten Hand angelegt.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Mehr als kleine Retuschen gab es beim Infotainment. Nissan hat sich beim Qashqai von seiner eigenen Architektur verabschiedet und integriert die Google-Dienste über das neue Nissan Connect ins Fahrzeug. Die Navigation erfolgt jetzt standardmäßig über Google Maps, die Aktivierung sämtlicher Assistenten läuft über den Google Assistant und den bekannten Sprachbefehl "Hey, Google".
Motor Bauart/Zylinder 
Dreizylinder, Turbo + E-Motor 
Einbaulage/Hubraum 
vorn quer/1477-1497 cm³
Ventile/Nockenwellen/NW-Antrieb 
4 pro Zylinder/2/Kette 
Leistung Verbrenner 
116 kW (158 PS) bei 4600/min
max. Drehmoment Verbrenner 
250 Nm bei 2400/min
Leistung E-Motor 
140 kW (190 PS) 
max. Drehmoment E-Motor 
330 Nm 
Vmax
170 km/h 
Getriebe 
Einganggetriebe 
Antrieb 
Vorderradantrieb 
Bremsen vorn/hinten 
Scheiben/Scheiben 
Testwagenbereifung 
235/55 R 18 V 
Reifentyp 
Goodyear Eagle F1 Asymm. 5 
Radgröße 
7,5 x 18" 
Abgas CO2* 
117 g/km 
Verbrauch* 
5,2 l 
Tankinhalt 
55 l 
Kraftstoffsorte 
Super 
Ottopartikelfilter 
Serie 
Vorbeifahrgeräusch 
67 dB(A) 
Anhängelast gebr./ungebr. 
750/750 kg 
Stützlast 
100 kg 
Kofferraumvolumen 
455–1440 l 
Länge/Breite/Höhe 
4425/1835–2084**/1625 mm 
Radstand 
2665 mm 
Grundpreis
39.780 Euro
Testwagenpreis (wird gewertet)
42.850 Euro
Damit lassen sich Klimaanlage, Sitzheizung oder die schon erwähnte Navigation aktivieren sowie Telefonanrufe tätigen oder annehmen. Das funktioniert so problemlos, wie man es vom Smartphone her kennt.

Apple CarPlay funktioniert nicht fehlerfrei

Wer dem Android-Frieden nicht traut und lieber sein iPhone einbindet, kann auch das machen. Das Ganze klappt kabellos und erlaubt die Nutzung von Apple CarPlay. Allerdings ist das Zusammenspiel nicht fehlerfrei. Mal friert der Bildschirm bei einem Anruf so ein, dass die Assistenzsysteme nicht mehr bedient werden können, mal lässt sich die Lautstärke der Musik nicht verändern, und mal steigt das System im Testwagen gänzlich aus. Abseits dessen präsentiert sich alles auf einem aufgeräumten und sehr gut ablesbaren 12,3-Zoll-Touchdisplay.
Nissan Qashqai 1.5 VC-T e-Power
Nicht ohne Macken: Sobald das Infotainment mit Apple CarPlay verbunden ist, kommt es zu gelegentlichen Aussetzern.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Weiterentwickelt wurde auch der Around-View-Monitor. Mithilfe einer neuen 3D-Funktion lässt sich der Wagen jetzt aus acht Kameraperspektiven betrachten. Eine Besonderheit ist der Modus "Durchsicht durch die Motorhaube". Sie gewährt dem Fahrer einen Blick auf die Vorderräder und auf eventuelle Hindernisse.

E-Motor sorgt für Vortrieb

Etwa so innovativ wie die "transparente" Motorhaube soll das Antriebssystem des Qashqai 1.5 VC-T e-Power sein. Die Vorderräder werden stets durch den 190 PS leistenden E-Motor angetrieben, der von einer 1,95-kWh-Batterie mit Strom versorgt wird. Die wiederum erhält ihre Energie durch einen Dreizylinderturbo mit 1,5 Liter Hubraum und 158 PS, der einen Generator zur Stromerzeugung antreibt.
Nissan Qashqai 1.5 VC-T e-Power
Die Vorderräder dess Qashqai e-Power werden stets durch den 190 PS leistenden E-Motor angetrieben.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Der Vortrieb erfolgt also wie bei einem E-Auto sofort und linear, ohne dass eine Kupplung beim Verteilen der Gänge für eine Zugkraftunterbrechung sorgen könnte. Insofern wirkt der Antritt des Crossovers dank eines maximalen Drehmoments von 330 Newtonmetern ausreichend spritzig, AUTO BILD ermittelte 8,2 Sekunden für den Sprint auf Tempo 100. Genau dieser Umstand dürfte Nissan veranlasst haben, in seiner Werbung darauf hinzuweisen, dass das Fahren wie mit einem E-Auto sei, "nur ohne zu laden".

Messwerte

Messwerte
Beschleunigung
0–50 km/h
3,6 s 
0–100 km/h 
8,2 s 
0–130 km/h 
13,1 s 
0–160 km/h 
21,1 s 
Zwischenspurt
60–100 km/h
3,8 s 
80–120 km/h 
5,1 s 
Leergewicht/Zuladung 
1660/520 kg 
Gewichtsverteilung v./h. 
64/36 % 
Wendekreis links/rechts 
11,5/11,5 m 
Sitzhöhe 
675 mm 
Bremsweg
aus 100 km/h kalt
35,1 m 
aus 100 km/h warm 
36,5 m 
Innengeräusch
bei 50 km/h
57 dB(A) 
bei 100 km/h 
64 dB(A) 
bei 130 km/h
69 dB(A)
bei 160 km/h
73 dB(A)
Verbrauch
Sparverbrauch 
4,8 l S/100 km 
Testverbrauch Durchschnitt der 155-km-Testrunde
(Abweichung zur WLTP-Angabe)
6,6 l S/100 km
(+27 %)
Sportverbrauch 
9,5 l S/100 km 
CO2 (Testverbrauch) 
156 g/km 
Reichweite (Testverbrauch) 
830 km 
Was das Marketing an dieser Stelle verschweigt, ist der Umstand, dass man zum Stromern auf den Verbrennungsmotor angewiesen ist. Sobald man etwas stärker beschleunigt oder schneller als 60 km/h fährt, fängt der sonst kaum wahrnehmbare Dreizylinder an, vernehmlich zu knurren.

Niedriger Verbrauch nur bei sanftem Gasfuß

Und der Verbrennungsmotor verbraucht natürlich Benzin. Nach unseren Messungen mehr, als der Hersteller angibt. Während Nissan von 5,2 Litern spricht, haben wir 6,6 Liter ermittelt.
Nissan Qashqai 1.5 VC-T e-Power
Mehr als versprochen: In unserem Test verbrauchte der Qashqai 6,6 l/100 km – das ist deutlich mehr, als Nissan verspricht.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Wer dem 1.5 VC-T e-Power ordentlich die Sporen gibt, nähert sich locker der Zehn-Liter-Marke. Und ist mit maximal 170 km/h nur bedingt schnell, fährt eher selten auf der linken Spur. Man schwimmt flott im Verkehr mit, dafür ist der Verbrauch aber zu hoch.
Mit von uns gemessenen 9,5 Litern schluckt der Dreizylinder, der lediglich einen Generator antreibt, im Sportverbrauch deutlich mehr als ein Vierzylinder mit 48-Volt-Unterstützung. Wer mit ganz leichtem Gasfuß unterwegs ist, kann es, wie wir im Sparverbrauch, allerdings auch auf 4,8 Liter bringen. Am Ende ist das gar nicht so schwierig, denn der Qashqai ist in dieser Antriebsvariante alles, nur kein Dynamiker.
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* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer Pkw können dem "Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der "Deutschen Automobil Treuhand GmbH" unentgeltlich erhältlich ist www.dat.de.
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Dabei ist das Fahrwerk so abgestimmt, dass man den knapp 1,6 Tonnen schweren Crossover auch mal flott um die Kurve setzen kann, ohne befürchten zu müssen, dass übermäßige Wankbewegungen die Fuhre instabil werden lassen. Einzig die Lenkung, die an sich ein angenehmes Handgefühl vermittelt, wirkt bei schnellen Wechseln etwas zappelig, bei langsamen Kurvenfahren wird der Einschlagwinkel sehr weit und das Lenken eher zum Rühren. Es soll aber nicht unerwähnt bleibe, dass der Qashqai bei allen Manövern stabil bleibt und der Fahrer sich im Ernstfall auf ein beherzt eingreifendes ESP verlassen kann.
Natürlich haben auch die Assistenzsysteme immer ein Wörtchen mitzureden. Der Spurhaltewarner rappelt am Lenkrad, bevor er den Wagen nachdrücklich in die Spur zurückführt. Das geht aber nur, wenn das Gesamtprogramm des teilautonomen Fahrens aktiviert ist. Andernfalls bleibt es bei der haptischen Warnung.

Assistenten lassen sich konfigurieren

Unterdessen signalisiert die Geschwindigkeitswarnung an jedem erkannten Schild die mutmaßliche Verfehlung mit zwei Tonfolgen, und der Abstandsradar will auch im Stop-and-Go mit aller Gewalt die Richtgeschwindigkeit erreichen, was zu heftigen Beschleunigungs- und Bremsmanövern führt. Das können andere Assistenzsysteme inzwischen deutlich besser.
Nissan Qashqai 1.5 VC-T e-Power
Gut verarbeitet: Der Arbeitsplatz ist eine gelungene Mischung aus digitaler und analoger Welt. Die Bedienung gibt wenig Rätsel auf.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Wie die Systeme arbeiten, bestimmt der Fahrer über konventionelle Lenkradtasten selbst. Zugegeben, das sich hier öffnende Menü muss erlernt werden, aber am Ende hilft es dem Fahrer, sich einer zu argen Bevormundung durch die kleinen Helferlein zu entziehen. Schön ist auch, dass sich die Klimaanlage separat über Drehregler bedienen lässt.
Der Einstieg klappt hervorragend, weil die Türen weit aufschwingen. Die verwendeten Materialien im Innenraum wirken an keiner Stelle billig. In der zweiten Reihe geht es weniger opulent zu als vorne. Die Knie- und Kopffreiheit passen für höher gewachsene Fahrgäste nicht ganz so gut. Der Kofferraum ist mit 455 bis 1440 Litern und doppeltem Ladeboden ebenso variabel wie reisetauglich.

Wertung

Wertung
Karosserie
Solides Platzangebot, Fond etwas eng, nur 750 kg Anhängelast, nach hinten unübersichtlich.
3/5 Punkten
Antrieb
Schiebt nach kurzem Zögern gut an, mäßige 170 km/h, kein Sparwunder, stufenloser Direktantrieb.
4/5 Punkten
Fahrdynamik
Beherzter ESP-Eingriff, keine sportlichen Ambitionen, Bremsweg okay bei leichtem Fading.
3,5/5 Punkten
Connected Car
Googlebasiertes System, damit schnelles Navi mit Satellitenbild, verständige Spracheingabe.
4,5/5 Punkten
Umwelt
Funktionierendes Hybridkonzept, kaum Spritersparnis, mit 1,7 Tonnen recht schwer.
3/5 Punkten
Komfort
Weit öffnende Türen, gutes Bedienkonzept, konventionelle Lenkradtasten, kommode Federung.
3,5/5 Punkten
Kosten
Drei Jahre Garantie, jährliche Wartung, günstige Steuer und Versicherung, selbstbewusster Preis.
3/5 Punkten
AUTO BILD-Testnote
2-
Insgesamt liefert der Qashqai also das, was ihn schon immer ausgezeichnet hat: Er ist ein gelungener Crossover, der vielen gefallen kann. Ob man sich mit dem von uns getesteten Antrieb anfreundet, hängt ebenso von den Nutzungsgewohnheiten wie vom Geldbeutel ab.

Preisliste startet bei 42.850 Euro

Denn preiswert ist der 1.5 VC-T e-Power mit 42.850 Euro nicht. Vor allem dann nicht, wenn man bedenkt, dass das gleiche Fahrzeug mit einem 140 PS starken Vierzylinder, Automatikgetriebe und Allrad für 42.150 Euro zu haben ist. Und das bereitet mit einer Höchstgeschwindigkeit von 196 km/h vermutlich ein deutlich vergnüglicheres Fahrerlebnis.

Bildergalerie

Nissan Qashqai 1.5 VC-T e-Power
Nissan Qashqai 1.5 VC-T e-Power
Nissan Qashqai 1.5 VC-T e-Power
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Nissan Qashqai e-Power im Test
Bei sehr verhaltenem Fahrstil funktioniert das e-Power-Konzept gut. Darüber hinaus wird der Motor durstig und laut. Alle anderen Beigaben bekommt man auch mit einem herkömmlichen Antrieb – zu einem besseren Preis. AUTO BILD-Testnote: 2-