Nissan Skyline (2019): Meinung

Nissan, bringt den Skyline zu uns!

In Japan bietet Nissan den Infiniti Q50 als "Skyline" an – mit V6 und Designanleihen vom GT-R. Redakteur Fischer meint: Bringt ihn nach Deutschland!
Nissan Skyline – ein klangvoller Name. In Japan bietet Nissan eine Mittelklasse-Limousine mit der traditionellen Bezeichnung Skyline an. AUTO BILD-Redakteur Peter Fischer erklärt, warum er sich die Nissan-Limousine auch für Deutschland wünscht.

Skyline zieht besser als Q50

Auch ohne den Sport-Zusatz "GT-R" schlägt bei Nissan-Fans das Herz höher, wenn sie den Namen "Skyline" hören. Kein Wunder, denn die Baureihe ist in Japan seit den späten 50er-Jahren eine feste automobile Größe. Der Skyline hätte aus meiner Sicht also schon alleine durch den Namen eine ordentliche Portion Vorschusslorbeeren – auch auf dem deutschen Markt. Und sicher würde die Limousine unter dem Label "Nissan Skyline" für mehr Aufmerksamkeit sorgen als beim Technikbruder Infiniti Q50, der auf dem deutschen Markt angeboten wird.

GT-R-Look für die Limousine

Ein Schimmer GT-R: Die Rückleuchten sind anders als beim Infinti Q50 und zitieren den Nissan GT-R.

Klar, nur die wenigsten können sich einen GT-R leisten. Aber die Optik des Sport-Nissan strahlt erfreulich stark auf die Skyline-Limousine ab. Der schlundartige Kühlergrill mit der silbernen Spange, die aggressiven Scheinwerfer und die in den Rücklichtern platzierten vier Leuchtkreise – all das übernimmt der Skyline-Viertürer vom GT-R. Und mir gefällt's!

V6 ist immer an Bord

Der Trend des Downsizing geht am Skyline vorbei: Ein V6 ist stets Standard. Entweder als 3,5-Liter-Sauger-V6 (306 PS) im Hybrid-Modell in Kombination mit einem 68-PS-E-Motor oder als 304 PS starker Doppelturbo-V6 (Motorcode: VR30DDTT). In seiner stärksten Ausbaustufe ist der Dreiliter-V6 im Skyline 405 PS stark. Damit ist der Skyline der Konkurrenz aus Europa zahlentechnisch ebenbürtig. Zum Vergleich: Ein BMW M340i leistet 374 PS.

Für mehr Marken- und Modellvielfalt

3er, C-Klasse und A4 sind natürlich die Platzhirsche in der Mittelklasse. Aber ein bisschen mehr Markenvielfalt wäre doch wünschenswert. Andere Konzepte, neue Ideen oder eventuell auch das Festhalten an Altbewährtem – je bunter die Autoszene ist, desto spannender. Und ein Skyline wäre eine echte Bereicherung für die Autolandschaft – und für das Nissan Portfolio. Den Trend zu immer mehr SUVs und Crossover-Modellen könnte die Limousine ganz nebenbei auch noch durchbrechen. Also, Nissan, bitte bringt den Skyline zu uns!

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