Nissan stoppt Bau von Batterie-Werk
Akkus im Überfluss

Nissan stoppt den Bau eines Batterie-Werks in Portugal. Die Elektroauto-Nachfrage entwickelt sich offenbar doch nicht so rasant wie ursprünglich gedacht.
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- Stephan Bähnisch
Renault-Nissan backt in Sachen Elektro-Mobilität keine kleinen Brötchen: Die französisch-japanische Allianz hat sich auf die Fahnen geschrieben, bei E-Autos die weltweite Nummer eins zu werden. Nissan will aktuell mit dem Leaf punkten, Renault Kangoo Z.E., Kangoo Maxi Z.E. und Fluence Z.E. basieren jeweils auf Modellen mit konventionellem Verbrennungsmotor und können auf vielen Märkten ebenfalls schon bestellt werden. Um den Bedarf an Lithium-Ionen-Akkus zu decken, wurde bereits 2009 angekündigt, dass in Portugal unter Nissan-Regie ein neues Batterie-Werk entstehen soll. Am Standort Cacia 250 Kilometer nördlich von Lissabon erfolgte im Februar 2011 der Spatenstich auf einem 30.000 Quadratmeter großen Areal, auf dem vorher Renault-Getriebe gebaut wurden. Jetzt rudert Renault-Nissan allerdings zurück: Wo ab Dezember 2012 Stromspeicher für die europäischen Elektrofahrzeuge der Allianz vom Band rollen sollten, stehen die Bagger jetzt still.

Mehr als eine Studie: Das Elektroauto Renault Twizy.
Bild: Werk
1,5 Millionen elektrische Renault/Nissan bis 2016
Der Plan, bis 2016 etwa 1,5 Millionen Elektro-Autos von Nissan und Renault verkaufen zu wollen, werde beibehalten, sagte ein Nissan-Sprecher gegenüber autobild.de. Eine mutige Vorgabe, wenn nackte Zahlen sprechen: In den ersten elf Monaten des Jahres 2011 wurden allein in Deutschland laut Kraftfahrt-Bundesamt etwas mehr als 1800 Elektroautos zugelassen – von insgesamt rund drei Millionen Neuwagen.
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