Acht Stunden hartes Nordschleifen-Training im 260 PS starken Opel Insignia GSi (Vierzylinder-Benziner, 400 Nm Drehmoment, 250 km/h Spitze, 7,3 Sekunden von 0-100) bei 30 Grad Celsius, sengender Sonne und den professionellen Kommandos der Opel-Instruktoren. Helmpflicht und Theorieteil inklusive! AUTO BILD sagt, was es in der Grünen Hölle zu beachten gilt und gibt wertvolle Streckentipps.
• Tipp 1 – Vorbereitung:
Vorbereitung ist alles. Die ersten Fahrten sollten unbedingt hinter einem erfahrenen Instruktor erfolgen. Aufwärmrunde, einfahren, Sicherheit holen! Denn: Eine Runde auf dem Ring (20,832 km, 73 Kurven) hat von der Intensität den Faktor 15, fühlt sich also wie gefühlt 300 km auf normalen Straßen an. Da ist volle Konzentration gefragt.
• Tipp 2 – Linie:
Nürburgring Kurvennamen
Die Nürburgring Nordschleife ist 20,832 Kilometer lang, hat 73 Kurven und gilt als anspruchsvollste Rennstrecke der Welt.
Bild: Motorsport Akademie Nürburgring; Reinsch, ring1.de
Auch bei der Linienführung sollte man sich Hilfe holen und zunächst einem erfahrenen Piloten folgen. Sonst "gurkt" man ewig auf "falschen Pfaden" herum. Der Instruktor erklärt einem jeden Quadratmeter, so verinnerlicht man den Kurs perfekt.

• Tipp 3 – erste Alleinfahrt:
Nicht übertreiben! Die Nordschleife ist die schwierigste Rennstrecke der Welt. Auf den ersten Runden mindestens 30 Prozent Tempo rausnehmen (im Vergleich zu den Fahrten mit Instruktor), um die Ideallinie zu finden. Danach langsam steigern.
• Tipp 4 – Unfall:
Wer abfliegt sollte auf keinen Fall das Auto verlassen. Sitzen bleiben und auf Hilfe warten. Der Kurs wird permanent überwacht, die Einsatzkräfte sind ruck, zuck da. Streckenposten schwenken mit der Gelben Flagge, um die übrigen Fahrer zu informieren.
Opel Insignia GSi auf der Nordschleife
Sicherheit geht vor: Auch wenn es bei den Touristenfahrten keine Helmpflicht gibt!
Bild: Boris Pieritz / AUTO BILD
• Tipp 5 –Gefahren:
"Besonders gefährliche Streckenabschnitte gibt es eigentlich nicht", sagt Opel-Instruktor Sascha Bert. Auf der Nordschleife ist ALLES mit Vorsicht zu genießen. "Eine Zehntel-Sekunde nicht aufgepasst – und weg bist du." Wichtig: Nicht über die Curbs fahren! Das geht nur an zwei Stellen. Sonst drohen verkratzte Felgen oder Schlimmeres.

• Tipp 6 –Fahrweise:
Weniger bremsen ist mehr! Klingt komisch auf diesem Kurs, der einem alles abverlangt, ist aber so. Gern immer einen höheren Gang fahren, versuchen, zu "gleiten". Die Nordschleife ist bei allen Gefahren, die da lauern, eine extrem flüssige Strecke.
• Tipp 7 –Fahrfehler:
Verschaltet, verbremst oder von der Ideallinie abgekommen? Nicht krampfhaft weiterpowern! Runter vom Gas, durchatmen und neu sortieren. Sonst folgt ein Fehler dem anderen.
Opel Insignia GSi auf der Nordschleife
Auf der Rennstrecke ist der Tank schnell leer! Der Durchschnittsverbrauch des Opel Insignia GSi liegt bei 25,5 l/100 km.
Bild: Boris Pieritz / AUTO BILD
• Tipp 8 – Tanken:
Nach 10 bis 15 Runden wird der Tank leer sein. Unter Volllast steigt der Verbrauch enorm an (25,5 Liter im Insignia). Also, nicht vergessen, ab und zu auf die Tanknadel zu schauen.
• Tipp 9 – Highlights:
Am schönsten ist diese perverse Kompression in der Fuchsröhre. Da kommst man sich vor wie in der Achterbahn. Gefährlich wird es im Schwedenkreuz, da es hier besonders unübersichtlich wird. Achtung: Nicht einsehbare Sprungkuppe! Hier als Novize nicht zu viel riskieren!
• Tipp 10 – Selbsteinschätzung/Überschätzung:
Auf dem Nürburgring herrscht irrer Verkehr: Horden von Privatfahrern, Fahrtraining-Gruppen und sonstige Speed-Junkies sind unterwegs. Jeden Tag! Pkw, Motorräder, SUVs, Wohnmobile – hier ist alles dabei. Daher empfiehlt AUTO BILD jedem, der auf der Nordschleife fahren will, vorher ein Fahrsicherheitstraining zu belegen (richtig bremsen, ausweichen etc.).