Opel Adam R2: Weltpremiere
Erster Auftritt für den Rallye-Adam

Der in Genf als Studie vorgestellte Opel Adam R2 feiert seine Premiere. Der kleine Lifestyle-Racer ist Vorausfahrzeug bei der ADAC Rallye Deutschland.
- Maike Schade

Im kommenden Jahr (2014) soll der Adam in der FIA-Klasse R2 starten.
Bild: Werk
Der R2 basiert auf der "Cup"-Version des Adam, wurde allerdings entsprechend der FIA-Regeln für die Kategorie R2 nochmals etwas modifiziert. So wurden das Chassis und der Überrollkäfig von Anfang an nach den Vorgaben des R2-Reglements entwickelt; er wiegt regelkonform 1030 Kilo. Lenkung und Hinterachse sind dem des "Cup" laut Opel sehr ähnlich, Motoraufhängung und sequenzielles Getriebe – abgesehen von der Endübersetzung – identisch.Dafür geht der neue Racer mit deutlich mehr Power ins Gelände. Die Opel Motorsport-Abteilung hat dem kleinen Adam wie auch schon dem "Cup"-Modell das 1,6-Liter-Herz aus der Astra-Palette verpasst. Allerdings wurde noch ein bisserl daran herumgeschraubt, sodass das Aggregat mit variabler Nockenwellenverstellung bei 7750 Umdrehungen nun 185 PS leistet. Kommt er richtig auf Touren (6200 U/min), liegen bis zu 190 Newtonmeter Drehmoment an. Projektleiter Dietmar Metrich: "Der Block ist zwar der gleiche wie im Cup-Auto, aber Auspuffkrümmer, Ansauganlage, Kolben und Wasserkühlung unterscheiden sich doch deutlich."

Rallye-Equipment: Der Lifestyle-Flitzer ist ordentlich auf Krawall gebürstet.
Bild: Werk
Serie vs. Racer: VW Polo gegen VW Polo WRC
Außen hat sich der Adam R2 mit Karosserie-Anbauteilen der "OPC"-Linie, Schnellverschlüssen für Motorhaube und Heckklappe und Abschleppschlaufen rennmäßig herausgeputzt. Trotzdem ist er noch eindeutig als Adam erkennbar. Innen erinnert kaum mehr etwas an den flippigen Lifestyle-Flitzer: Statt kuscheliger Sessel und bunter Knöpfchen gibt's einen Überrollkäfig, HANS-fähige Sparco-Competition-Sitze, ein Mulitfunktions-Display mit Ganganzeige und Schaltlampen, eine elektrisch auslösende Feuerlöschanlage und einen Rallye-Computer. Was der Adam R2 kosten wird, kann Opel jetzt noch nicht sagen. Dafür deutet der Hersteller an, dass er sein Motorsport-Engagement noch weiter ausbauen und möglicherweise ein R3- oder R5-Auto auf Basis des Corsa entwickeln möchte. "Das ist jetzt aber noch Zukunftsmusik."
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