Opel Grandland 1.2 Hybrid 48V: Fahrbericht
Kompakt-SUV mit Hybrid: Opel Grandland überzeugt beim Verbrauch
Opel Grandland Hybrid im ersten Check
Der neue Opel Grandland kommt im Herbst 2024 – aber jetzt gibt es erst noch ein Hybridmodell. AUTO BILD hat das Doppelherz-SUV getestet.
Bild: AUTO BILD
Was macht man gewöhnlich mit einem Auto, wenn es kurz vor der Rente steht? Ein Sondermodell wäre was, also ein Plus bei der Ausstattung und ein Minus beim Preis. Große Aluräder serienmäßig und neue Sitzbezüge, fertig ist die "Last Edition".
Opel hat beim Grandland nach mehr als sechsjähriger Bauzeit noch eine andere Idee. Das Kompakt-SUV, mit 4,48 Metern immer der Tiguan-Konkurrent mit dem Blitz, bekommt einen Hybridantrieb.
Neues Doppelkupplungsgetriebe mit E-Motor
Ähnlich wie im Corsa koppelt Opel den 1,2-Liter-Dreizylinder mit einem Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe, baut ins Getriebegehäuse einen Elektromotor mit 21 kW oder 28 PS, verstaut die 1-kWh-Batterie unter dem Boden (damit das volle Kofferraumvolumen erhalten bleibt) und unterstützt fürs Anfahren mit einem Riemenstartergenerator und einem VTG-Turbolader (variable Turbinengeometrie), der Vorteile bei niedrigen Drehzahlen bringen soll.

Die E-Unterstützung kommt aus dem neuen Doppelkupplungsgetriebe. Anders als im Corsa gibt es den Hybridantrieb im Grandland nur in der stärkeren 136-PS-Variante.
Bild: Stellantis
Aber anders als im kleinen Corsa gibt's im großen Grandland keine 100 PS, sondern immer 136 Pferdchen beim Hybrid mit 48-Volt-Technik. Aber eben auch einen Dreizylinder. Und das ist Gewöhnungssache in einem Fast-4,50-Meter-SUV.
System arbeitet perfekt verschliffen
Die Technik-Adaption ist beim Hybrid jedenfalls gut geglückt: Je nach Batteriezustand rollt der Grandland elektrisch los, später schaltet der riemengetriebene Anlasser den Verbrenner harmonisch und unaufgeregt hinzu. Dieser Übergang gelingt nahtlos und nahezu unbemerkt, E-Motor und Verbrenner haben sie perfekt miteinander verschliffen.

Problemlos: Das Antriebsduo aus Benzin- und Elektromotor hat Opel top abgestimmt – die Übergänge gelingen nahezu unbemerkt.
Bild: Stellantis
Am meisten Spaß macht der Hybrid natürlich in der Stadt, wenn du öfter vom Gas gehen musst. Dann rekuperiert er, dann lädt die Batterie beim Verzögern.
Fahrzeugdaten
Modell | Opel Grandland 1.2 Hybrid 48V |
|---|---|
Motor | Dreizylinder, Turbo, vorn quer |
Hubraum | 1199 cm³ |
Leistung | 100 kW (136 PS) bei 5500/min |
max. Drehmoment | 230 Nm bei 1750/min |
Antrieb | Front, 6-Gang-eDCT |
Länge/Breite/Höhe | 4477/1906-2098*/1609 mm |
Leergewicht | 1536 kg |
Kofferraum | 514–1652 l |
0–100 km/h | 10,0 s |
Vmax | 200 km/h |
Verbrauch** | 5,5 l S/100 km |
Abgas CO2** | 124 g/km |
Preis | ab 36.120 Euro |
Siehst du übrigens auch am Infodisplay anstelle eines Drehzahlmessers: Power für maximale Leistung, Eco für effizientes Fahren, Charge für Bremsenergie-Rückgewinnung. Und daraus wird Spiel und Sport: In letzterem Bereich willst du immer unterwegs sein, du willst möglichst viel in die Batterie einspeisen und möglichst wenig Sprit aus dem Tank rauslassen.
Benzinverbrauch auf Diesel-Niveau
Am Ende stehen folgende WLTP-Zahlen: Ohne Hybridtechnik schluckt ein 130-PS-Grandland mit Achtstufen-Wandlerautomatik 6,4 bis 6,7 Liter, mit Hybrid gibt sich der 136-PS-Grandland als Sechsgang-Doppelkuppler mit 5,5 bis 5,7 Litern zufrieden.

Sparsam: Der immerhin knapp 4,50 Meter lange Grandland Hybrid gibt sich nach WLTP mit 5,5 bis 5,7 l/100 km zufrieden.
Bild: Stellantis
Aber er kostet auch mehr: 1800 Euro Aufpreis für den Hybrid. Oder in Kaufpreis-Zahlen: 130 PS ohne Hybrid ab 34.320 Euro, 136 PS mit Hybrid ab 36.120 Euro.
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