AUTO BILD hat den neuen Opel Zafira genau unter die Lupe genommen und einige schlaue Details gefunden – etwa ein doppeltes Handschuhfach. Das sind unsere Highlights!
Die AUTO BILD-Redakteure haben den neuen Opel Zafira genau unter die Lupe genommen und einige schlaue Details gefunden. Das sind ihre Highlights!
Peter Fischer: doppeltes Handschuhfach
"Zwei Handschuhfächer, eins oben, eins unten – finde ich super. So fliegen dem Beifahrer abgelegte Kleinigkeiten nicht gleich um die Ohren, und das Cockpit des Zafira Life bleibt zumindest optisch aufgeräumt. Nur die einseitige Klappenarretierung des oberen Fachs wirkt nicht sonderlich stabil. Schade. Als Entschädigung gibt's dafür noch ein weiteres Fach auf dem Armaturenbrett."
Moritz Doka: neues Gangwahlrad
Das kreisförmige Bedienelement des Automatikgetriebes spart Platz.
"Das Gangwahlrad ist sehr praktisch, weil dadurch die Mittelkonsole schlanker gestaltet werden kann und so mehr Platz im Innenraum herrscht. Nice to have istauch das Head-up-Display. Das ist zwar nicht Zafira-typisch, aber trotzdem nützlich. Unpraktisch: Die Klimabedienung mit der Regelung der Lüftungsstärke ist fast außer Reichweite. Allgemein ist die Bedienung sehr umständlich – gerade mit den drei Lenkstockhebeln, die durch die feststehenden Schaltsicheln verdeckt werden."
Jan Götze: zweifaches Panorama-Glasdach
Das mittig geteilte Panoramadach versprüht Flugzeug-Flair.
"Das Panorama-Glasdach mit zwei separaten Fenstern finde ich super. Es bringt nicht nur Licht in den Zafira, sondern versprüht auch ein bisschen Flugzeug-Flair. Zwei Schiebetüren sind einfach megapraktisch und ein absolutes Kaufargument für einen Van. Der Einstieg ist so auch in engen Parklücken kein Problem. Dass die Türen beim Zafira elektrisch öffnen und schließen ist ein Bonuspunkt."
Lisa Busse: starker Diesel als Zugpferd
Die KTM 250 SX-F passt mit 1,35 Metern Lenkerhöhe leider nicht rein. Schade!
"Super, dass der Zafira Life mit dem 177-PS-Diesel bis zu 2,5 Tonnen schwere Anhänger ziehen kann. Das ist für mich als Hobby-Motocrosserin nämlich notgedrungen die einzige Transportmöglichkeit. Mein Motorrad mit einer Lenkerhöhe von 1,35 Metern passt aufgrund des relativ niedrigen Dachhimmels nicht in den Kofferraum! Ein Trostpflaster: Immerhin Kinderbikes wie eine 85-ccm-Maschine und Fahrräder mit einer Lenkerhöhe bis zu 1,20 Meter passen rein – wenn man die Sitzreihen ausbaut. Eine Sache, die beim Fahrradverladen unangenehm auffällt: Wo sind die Zurrösen vorne? In der Mitte und hinten haben wir zwar welche, direkt hinter der ersten Sitzreihe sucht man sie aber vergebens."
Elias Holdenried: großes Staufach im Fond
"Besonders praktisch finde ich das große Staufach in der zweiten Reihe. Es ist in der Mittelkonsole untergebracht und kann mit einem Rollo verschlossen werden. Da es sehr tief ist, können darin auch längere Gegenstände verstaut werden. Die Tiefe hat aber auch eine Kehrseite: Wenn man kleinere Dinge, etwa einen Schlüsselbund, herausholen möchte, verschwindet fast der komplette Arm in der Öffnung."
Andreas Huber: durchdachtes Infotainment
Das Infotainmentsystem mit Siebenzoll-Touchscreen ist in den meisten Fällen intuitiv bedienbar.
"Opel setzt beim neuen Opel Connect im Zafira Life auf ein einfaches Bedienkonzept. Einen Homescreen gibt es nicht, stattdessen startet man in einer der sechs verfügbaren Ansichten. Die werden über die Knöpferund ums Display angesteuert. Das System arbeitet für die meisten Anwendungsfälle intuitiv. Wer im Alltag nur zwischen Navigation, Radio und Telefon wechseln möchte, findet sich schnell zurecht."
Bildergalerie
Opel Zafira Life (2019)
Opel Zafira Life (2019)
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Opel ist der vierte Hersteller, der den Großraumvan von Toyota, Peugeot und Citroën unter seine Fittiche nimmt – und zwar als Zafira Life. Abgesehen von der Front und den Markenemblemen unterscheiden sich lediglich die Ausstattungslinien. Zusätzlich vewirrt die Tatsache, dass der ...
Bild: Christoph Boerries
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... bisherige Opel mit dem Namen Zafira (zuletzt Zafira Tourer) ein ganz anderes Konzept war – nämlich ein Kompaktvan mit vier konventionellen Türen. Doch solche Typen sind kaum noch gefragt. Die Klasse der Familienvans kämpft mit rückläufigen Zulassungszahlen im zweistelligen Prozentbereich. Genau gegensätzlich verhält es sich bei den Kleinbussen. Deshalb der Schwenk ins andere Segment.
Bild: Tobias Kempe / AUTO BILD
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Denn der neue Zafira Life sieht nicht nur ganz anders, sondern auch richtig gut aus. Klar, Opel hat uns für die erste Fahrt die 5,30 Meter lange Large-Version in der höchsten Ausstattungslinie Innovation überlassen. Schicke 17-Zöller, elektrische Schiebetüren (die sich auch per Fußschwenk öffnen lassen), ...
Bild: Christoph Boerries
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... Panoramadach, sechs Leder-Einzelsitze, wobei sich die hinteren auch vis-à-vis aufstellen lassen. Dazu Siebenzoll-Touchscreen-Navi, Abstandsradar, Head-up-Display. Egal welchen der sechs Platze man erwischt hat – auf allen fühlt man sich wie in der ersten Klasse.
Bild: Christoph Boerries
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Den Antrieb besorgt der 177 PS starke 2,0-Liter-Diesel mit 400 Newtonmetern Drehmoment, souverän verwaltet von einer Achtstufen-Automatik. Die gibt es leider nur in Verbindung mit dem Top-Diesel. Die drei schwächeren Motoren mit 102, 120 und 150 PS müssen sich mit einer Sechsgangschaltung begnügen.
Bild: Christoph Boerries
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Der Top-Antrieb passt besonders gut, schiebt den sanft abgestimmten Riesen druckvoll an. Nicht nur unter Volllast dieselt es vernehmbar aus dem Bug. Die vergleichbaren Diesel in VW T6 und Mercedes V-Klasse sind da einen Tick zurückhaltender. Dazu fühlen sich die beiden Konkurrenten auch in puncto Dynamik eine Spur weniger nach Großraumlimousine an.
Bild: Christoph Boerries
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In einem Punkt geben wir dem Zafira Life im Vergleich zum T6 aber ganz klar den Vorzug: Bei der Opel-Automatik handelt es sich um einen ganz fluffig schaltenden Wandler – und nicht um ein mitunter zickiges Doppelkupplungsgetriebe wie im VW.
Bild: Christoph Boerries
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Der große Innenraum präsentiert sich mit Cupholdern, 230-Volt-Steckdosen, Ausklapptischen und Ablagefächern bestens bestückt – bietet also genau die Annehmlichkeiten, die man auf Reisen zu schätzen weiß. Bei Bedarf finden im Zafira bis zu neun Leute Platz.
Bild: Christoph Boerries
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Fliegen alle Sitze raus, lassen sich in der L-Version fast fünf Kubikmeter Ladung verstauen – irre! Bei weniger Platzbedarf reicht auch eine kürzere Version. Die kompakte S-Variante misst 4,60 Meter und hat einen kürzeren Radstand, ...
Bild: Christoph Boerries
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... die M-Version bringt es bei gleichem Achsabstand auf 4,95 Meter. Unser Testwagen kostet mit großem Diesel und höchster Ausstattung übrigens 52.575 Euro. Damit liegt er preislich auf dem Niveau seiner Technikbrüder. Verwirrt gucken dürfte man bei den Konkurrenten. Wer sich bei VW oder Mercedes ein vergleichbares Fahrzeug aussucht, der hat mindestens eine sechs auf dem Preisschild stehen.