Pariser Autosalon 2010: Renault DeZir
Stromer der Begierde

Désir heißt auf Deutsch Begierde. Und genau die soll die Renault-Studie DeZir wecken, die sinnliche Formen mit E-Antrieb kombiniert. Jetzt wissen wir, wie schön sauber sein kann.
- Stephan Bähnisch
Nein, diese Flunder mit den Monroe-Kurven ist kein Supersportwagen. Sie ist auch kein Renner aus Maranello und kein Asphaltbrenner aus Zuffenhausen. Sie ist ein Concept Car von Renault. Feuerrot lackiert und mit gegensätzlich öffnenden Flügeltüren ist es so auffällig wie ein Dalmatiner mit roten Punkten. DeZir nennt Renault den Renner mit dem Rombus auf der frechen Schnauze, das passt, denn désir heißt auf Deutsch Begierde – und die weckt die Studie sofort. Das Z in der Mitte ist als Hinweis für den elektrischen Antrieb zu verstehen, die Form der Karosserie gibt laut Renault einen Ausblick auf das künftige Design der Marke. Premiere feiert das Sahnestück auf dem Pariser Autosalon 2010.
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Vorschau: Die Stars auf dem Pariser Autosalon 2010

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Gleich drei Lademodi stehen zur Auswahl: Die heimische Steckdose bringt den DeZir in acht Stunden wieder in Fahrt, eine Schnellladung an einer 400-Volt-Drei-Phasen-Kraftstromsteckdose erlaubt eine 80-prozentige Aufladung innerhalb von nur rund 20 Minuten. Dazu macht ein sogenanntes Quickdrop-System den Wechsel der Batterie innerhalb von drei Minuten möglich, ohne dass der Fahrer das Automobil verlassen muss. Dazu ist der DeZir extrem leicht: Die Kevlar-Karosserie bringt nur 830 Kilo auf die Waage. Dank des stromlinienförmigen Fahrzeugbodens und des Diffusors am Heck beträgt der Cw-Wert nur 0,25. Beim Bremsen wird Bewegungsenergie zurückgewonnen und in Form von elektrischer Energie wieder in der Batterie gespeichert. Das alles klingt zu schön, um wahr zu sein. Wieviel DeZir wir irgendwann in einem Renault-Serienfahrzeug sehen, ist offen. Unsere Begiere jedenfalls ist geweckt.
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