Peugeot 208 1.2 VTi: Fahrbericht
Kleiner Löwe, großes Ziel

Mit dem neuen 208 will Peugeot im Kleinwagensegment wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. Erste Fahrt mit dem 1,2-Liter-Dreizylinder, der ab September 2012 zu haben ist.
Bild: Peugeot 208
- Boris Pieritz
Ein extrem kleines, griffiges Lenkrad, ein sportliches, leicht verspieltes Design, kürzere Überhänge und sparsame Dreizylinder-Motoren – mit diesen Attributen hat Peugeot den 208 ausgestattet. Mit ihm wollen die Franzosen in die Erfolgsspur bei den Kleinwagen in Europa zurückkehren, die sie mit dem Vorgänger 207 etwas aus den Augen verloren hatten. Vor allem bei der weiblichen Kundschaft, die bei 205 und 206 ("ist der süß") weiche Knie bekam, konnte der 207 mit dem riesigen Haifischmaul nicht punkten. Das soll mit dem neuen 208 anders werden.
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Das Lenkrad ist klein und sitzt tief. So hat der Fahrer einen direkten Blick auf die Instrumententafel.
Bild: Werk
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Die Gänge flutschen bei unserem Testwagen ohne Hakeln durch die Box, die angenehm weiche Federung schluckt unangenehme Bodenwellen mit Bravour. Nicht ganz so bravourös ist (vor allem im Dreitürer) die Sicht nach hinten – extrem breite B- und C-Säulen lassen den Toten Winkel ziemlich groß werden. Ziemlich groß darf man hingegen auf der Rückbank nicht sein, schon bei einer Körpergröße von 1,80 Metern stößt man hier mit dem Kopf an den Dachhimmel. Etwas mehr Kopffreiheit müsste bei einem modernen Kleinwagen drin sein. Fahrer und Beifahrer hingegen sitzen prächtig – die Sitze sind schön bequem und bieten guten Seitenhalt. Insgesamt ist die Verarbeitung des Innenraums solide. Die Elemente sind gut zu bedienen, alles sitzt am rechten Fleck und macht auch optisch etwas her. Über die Tatsache, dass ein bisschen zu viel Plastik verbaut ist, kann man bei einem Einstiegspreis von 11.600 Euro (1.0 VTi) hinwegsehen.
Technische Daten Dreizylinder in Reihe • vier Ventile pro Zylinder • Hubraum 1199 ccm • Leistung 60 kW (82 PS) • maximales Drehmoment 118 Nm bei 2750 U/min • Fünfgang-Schaltgetriebe • L/B/H 3962/1739/1460 mm • 0-100 km/h 12,2s • Spitze 175 km/h • EU-Mix 4,5l/100km • CO2 104 g/km • Preis ab 14.150 Euro.
Fazit
Nach dem optisch oft kritisierten Vorgänger 207 ist Peugeot mit dem 208 wieder ein richtig ansehnlicher Kleinwagen gelungen. An die Erfolge des 205 wird er allein schon wegen der Vielzahl der Konkurrenten im B-Segment nicht herankommen. Aufgrund seiner Knuffigkeit und des angenehmen Einstiegspreises wird er sich aber mit Sicherheit in das ein oder andere (Frauen)-Herz fahren.
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