Peugeot 208 (2019): Test, GT, Connectivity, 3D-Cockpit

Peugeot 208 im Connectivity-Check

Der Peugeot 208 bringt Oberklasse-Features in die Kleinwagenklasse. Was kann das Infotainment des kleinen Franzosen? AUTO BILD macht den Connectivity-Check!
Der Peugeot 208 im Connectivity-Check! Der französische Technik-Bruder des neuen Opel Corsa überrascht mit großem Zentral-Touchscreen, Sprachsteuerung und 3D-Cockpit. Das ist in dieser Klasse noch ziemlich ungewöhnlich. Was kann sein Infotainment? Ist es gut bedienbar oder ein Technik-Overkill? AUTO BILD macht den Test!

Zentraler 10-Zoll-Touchscreen

In der Mittelkonsole befindet sich ein Fach mit induktiver Lademöglichkeit fürs Smartphone.

Die Basisversion "Like" ist ab 15.490 Euro zu haben. Dann kommt der 208 mit analogen Instrumenten und Bordcomputer mit TFT-Bildschirm. In der Mittelkonsole gibt es einen Fünf-Zoll Touchscreen. Bereits ab der zweitniedrigsten Ausstattungslinie "Active" bekommt der 208 einen Sieben-Zoll-Touchscreen. Auch die Smartphone-Anbindung "Mirror-Link" ist dann Serie. Der große Zehn-Zoll-Touchscreen inklusive Navigation ist ab der Ausstattung "Allure" für 740 Euro zu haben, dazu gibt es DAB+ Radio. Fast alle Fahrzeug-Funktionen werden über den Touchscreen geregelt. Auch für die Klimasteuerung gibt es kein Drehrädchen mehr. Deren Bedienung über Touchflächen ist Gewöhnungssache, dennoch lenkt es beim Fahren eher ab. Ein Drehregler wäre hier einfacher und intuitiver. Insgesamt funktioniert die Touchflächen-Bedienung inklusive der Kippschalter-ähnlichen Tasten unter dem Bildschirm nach einer kurzen Eingewöhnung aber einfach und schnell.

Sprachsteuerung

Die Sprachsteuerung des 208 funktioniert erstaunlich gut, gerade für die Kleinwagenklasse. Das System versteht ganze Sätze und kann einem zum Beispiel die nächstgelegenen Restaurants anzeigen. Auch Fahrzeugfunktionen lassen sich so steuern. Mit einem "mir ist kalt" kann man beispielsweise die Temperatur erhöhen. Allerdings nur um jeweils 0,5 Grad, deshalb ist die Funktion eher eine Spielerei. Bestimmte Temperaturen eingeben kann man nicht, vielleicht wird das aber mit einem Update zu einem späteren Zeitpunkt möglich. Insgesamt ist die Peugeot-Sprachsteuerung eine nette Funktion. In vollem Umfang im Alltag nutzen werden sie wohl die wenigsten. Dennoch ist es bemerkenswert, wie gut und vor allem schnell die Sprachsteuerung im 208 funktioniert.

3D-Cockpit

Im 3D-Cockpit lässt sich zum Beispiel die Navi-Karte Formatfüllend darstellen.

Digital-Cockpits sind auch in Kleinwagen kein Alleinstellungsmerkmal mehr. Die 3D-Optik des 208-Systems ist in dieser Klasse aber etwas ganz Besonderes. Es macht nicht nur ordentlich was her, sondern ist auch praktisch: So können viele Infos auf relativ kleinem Raum dargestellt werden, ohne dass die Anzeige überfrachtet wirkt. Man kann zwischen verschiedenen Darstellungsoptionen wechseln, wovon zwei komplett personalisierbar sind. Auch Fahrhilfen wie der Spurhalte- und der Bremsassistent sind darstellbar. Wem 3D trotzdem zu verspielt ist: Auch eine 2D-Darstellung ist möglich. Optik und Verarbeitung des 3D-Cockpits sind sehr chic und wertig. Die Darstellung ist scharf, das System arbeitet schnell und ruckelfrei. Ab der Ausstattung "Allure" ist das Digital-Cockpit Serie, darunter kommt der 208 mit zwei analogen Instrumenten und einem dazwischen positionierten TFT-Bildschirm.

Infotainment lässt beinahe Mittelklasse-Feeling aufkommen

3D-Cockpit und Touchscreen überzeugen mit ihrer Funktionalität und übersichtlichen Darstellung. Die Steuerung geschieht leicht und intuitiv. Wer mit einem Smartphone zurechtkommt, dürfte auch mit dem Peugeot-Infotainment keine großen Probleme haben. Die Sprachsteuerung gefällt vor allem durch ihre Geschwindigkeit, das kennt man in dieser Fahrzeugklasse auch anders. An manche Bedienungs-Eigenheiten des 208 wie die Klima-Steuerung muss man sich zwar zuerst gewöhnen. Insgesamt sind Infotainment-Umfang und Bedienung des 208 in dieser Klasse aber sehr bemerkenswert. Hut ab, dass Peugeot all diese modernen Features und Funktionen in die Kleinwagenklasse bringt!

Autoren: , Moritz Doka

Stichworte:

Smartphone Touchscreen

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