Peugeot 208 mit "Universal Wheels"
Darum hat dieser Peugeot so schmale Räder

Bild: Instagram / parkedinmarseille
Ein Auto mit schmalen Reifen zu sehen, ist zunächst nicht ungewöhnlich. Meist handelt es sich dabei um Noträder – aber auch Elektroautos haben oft recht schmale Reifen, um den Rollwiderstand zu vermindern und damit die Effizienz zu steigern.
Seltsam wird es aber, wenn alle vier Räder so aussehen, als würden sie zu einem Fahrrad gehören. Wie bei diesem Peugeot 208, der auf einem Parkplatz in Marseille (Frankreich) gesichtet wurde und in einem Post auf Instagram gezeigt wird.
Schmale Räder für den Einsatz in Werkstätten
Tatsächlich war der Kleinwagen aber mit sogenannten Universal Wheels ausgestattet, die von der französischen Firma Enovcar angeboten werden. Was zunächst sehr urtümlich aussieht, hat aber einen nachvollziehbaren Grund: Diese Universalräder wurden für Werkstätten entwickelt, um Fahrzeuge zu bewegen, die es aus eigener Kraft nicht mehr können – zum Beispiel bei blockierten Bremsen oder ausgefallenem Getriebe.
Auch bei tiefentladenen Elektroautos und zur Aufbereitung von Felgen können diese Räder genutzt werden. Das Universal Wheel wird über eine austauschbare Radnabe montiert und passt aufgrund der zehn Schraubenlöcher für jeden Lochkreis und Räder mit vier oder fünf Radschrauben.
Für große Geschwindigkeiten sind die Universalräder allerdings nicht ausgelegt. Der Hersteller warnt sogar davor, das Auto mit mehr als 8 km/h zu bewegen, wenn die Räder montiert sind. Darüber hinaus gibt es einen "Spinner Modus", bei dem alle Räder frei in alle Richtungen gedreht werden können.
Auch für die Langzeitlagerung geeignet
Dafür wird ein zusätzlicher Drehring montiert, der das Rangieren oder Drehen auf der Stelle ermöglicht. Das geht allerdings nur bis zu einer Geschwindigkeit von 3 km/h. Der Wechsel zwischen dem Roll- und Drehmodus soll in nur 30 Sekunden erfolgen. Die maximale Radlast beträgt eine Tonne pro Rad, das Rad selbst wiegt zehn Kilogramm.
Enovcar ist aber nicht der einzige Hersteller, der eine solche Lösung anbietet, ein vergleichbares Produkt ist etwa das "Wheel X" von Guni. Das Rad wurde ebenfalls dafür entwickelt, Autos mit beschädigten Rädern, Bremsen oder Getrieben zu transportieren. Außerdem soll es sich gut zur Langzeitlagerung eignen, wenn ein Fahrzeug über längere Zeit nicht bewegt wird – so bleiben die Originalräder geschont.
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