Platz 1 mit 507 von 800 Punkten: Peugeot 3008 Hybrid4 300; Basispreis: 49.450 Euro (Ersparnis bei carwow.de bis zu 8532 Euro). Er überzeugt mit seinem klugen Konzept, der 300-PS-Hybrid macht ihn aber schon fast unanständig teuer.
Platz 2 mit 499 von 800 Punkten: Volvo XC40 T5 Twin Engine; Basispreis: 49.550 Euro (Ersparnis bei carwow.de bis zu 12.088 Euro). Bei gleich hohem Preis bietet der Schwede etwas weniger Platz und die geringere Leistung. Deswegen knapp geschlagen.
Ein knapp 4,50 Meter langes SUV für rund 50.000 Euro. Dafür mit allem Schickimicki an Bord und Leistung wie ein ordentlicher Sportwagen. Und als sei das noch nicht genug, unterstützen den Turbobenziner auch noch E-Motoren, deren Akku an der Steckdose geladen werden kann. Genau jetzt bist du so weit, heftig den Kopf zu schütteln. Bis du eine Runde fährst. Danach siehst du Peugeot 3008 Hybrid4 und Volvo XC40 T5 Twin Engine mit anderen Augen. Warum das so ist und bei welchem du anschließend anerkennender nickst, verrät unser Vergleich.

Der 3008 macht es seinem Piloten etwas leichter

Peugeot 3008
Für den Fahrer: Der 3008 überzeugt mit stark konturierten Sitzen und der besseren Bedienbarkeit.
Auf den ersten Blick gefallen XC40 und 3008 mit eigenständiger Linie und charakterstarkem Design. Die erste Reihe findet außerdem vernünftig Platz, und man fühlt sich grundsätzlich gut umsorgt. Dabei gefallen die stark konturierten Sitze im Peugeot mit mehr Seitenhalt und der etwas besseren Passform. Auch die Bedienung geht im Franzosen leichter von der Hand. Die Kombination aus Touchscreen und festen Bedientasten darunter wird recht schnell zur Routine. Der Trick mit dem Mini-Lenkrad zum Darüberpeilen funktioniert hier (anders als im kleinen Bruder 2008) auch für Fahrer von Format. Bei Volvo liefert der aufrechte Monitor im Tablet-Stil zwar einen umfassenden Überblick übers Navi-Geschehen, die Steuerung mit Wisch-und-drück-Technik lenkt während der Fahrt aber stärker ab als gewünscht. Zum Trost glänzen die klaren digitalen Anzeigen mit guter Ablesbarkeit. Außerdem gönnt der Schwede seinem Fahrer am Arbeitsplatz das luftigere Ambiente. Wo der 3008 mit breiter Mittelkonsole und um den Fahrer herumgezogenem Cockpit eher kuschelig wirkt, spürst du im XC40 so etwas wie nordische Weite.
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* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer Pkw können dem "Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der "Deutschen Automobil Treuhand GmbH" unentgeltlich erhältlich ist www.dat.de.
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Hinten wird es im Volvo schnell eng

Volvo XC40
Während es im XC40 vorn luftig zugeht, stößt man im Fond schnell mit den Knien an den Vordersitz.
Die ein Ende findet, wenn du hinten einsteigst. Drei Kindersitze nebeneinander oder zwei Erwachsene mit langen Beinen? Das wird im Schweden eng. Der Peugeot bietet hier fünf Zentimeter mehr Innenbreite und 1,5 Zentimeter mehr Luft vor den Knien. Mal ganz davon abgesehen, dass die frühzeitig nach oben abbiegende Fensterlinie des Volvo optisch zwar ein tolles Profil zaubert, aber neben der Rundumsicht auch das Raumgefühl der Hinterbänkler deutlich einschränkt. Auch da bietet der Peugeot mehr. Mehr Licht und Sicht. Allerdings kriegst du im Franzosen kaum die Füße unter den Vordersitz gefädelt – mit mehr als Flipflops wird's schwierig. Weniger Probleme bereitet das Gepäck. Beide SUVs schlucken rein rechnerisch gut 40 Bierkästen (24 x 0,33 l). Die zu verstauen wird aber nicht ganz leicht. Im 3008 steigt die umgelegte Fondlehne deutlich an und leistet Widerstand, der XC40 verlangt mit 755 Millimeter Ladekante mächtig Muckis (Peugeot: 710 mm).
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Peugeot verpasst dem 3008 Hybrid4 die volle Kraft. Den immerhin 200 PS starken 1,6-Liter-Turbo unterstützt ein 110 PS starker E-Motor vorn, weitere 112 PS steuert die E-Maschine an der Hinterachse bei. Macht 300 PS Systemleistung und Allrad – und Fahrleistungen wie ein Sportwagen. In 5,9 Sekunden fliegt der 3008 auf Tempo 100, schafft maximal 240 km/h – oder 43 Kilometer im elektrischen Surr- &-Summ-Modus (wie Volvo).

Die Fahrwerksabstimmung ist bei beiden eher knackig

Peugeot 3008 Volvo XC40
Die straffen Fahrwerke laden zum Angasen ein. Der Volvo bleibt dabei ruhiger als der Peugeot.
Der frontgetriebene und mit 262 PS auch schwächere XC40 fährt ansonsten hinterher. Sein Dreizylinder-Turbo läuft zudem nicht ganz so geschmeidig und tritt akustisch deutlicher in den Vordergrund als der Vierzylinder aus Frankreich. Zusätzlich lässt der Schwede aus der Elektroabteilung ein helles Singen vernehmen, das Menschen mit gutem Gehör unangenehm in den Ohren klingelt. Beim Getriebe gibt der Peugeot sehr erfolgreich den Softie. Seine Achtstufenautomatik wandlert sanft und ruckfrei durch die Fahrstufen. Der Siebengang-Doppelkuppler im Volvo führt hier und da schon mal zu einem Ruckeln. Dem Kickdown folgen beide Automaten eher zögerlich. Trotz solcher Gemütlichkeit wecken die straffen Fahrwerke durchaus Lust aufs Angasen. Der Volvo bügelt dabei deutlich ruhiger durch Kurven und über üble Flickenteppiche, lässt nur beim recht hölzernen Anfedern die gute Kinderstube vermissen. Der 3008 kommt auf welliger Piste dagegen ziemlich heftig in Wallung, hoppelt aufgeregt übers löchrige Parkett und versetzt die Insassen in Aufruhr.
Das Fazit Wir gestehen: Diese beiden Power-Plug-ins haben uns Spaß bereitet. Der 3008 noch ein bisschen mehr, weil er sowohl alltagstauglicher als auch schneller ist. Was bei beiden Kompakt-SUVs richtig wehtut: Sie sind teuer und zudem nicht besonders sparsam. Weitere Details zum Test finden Sie in der Bildergalerie.