Peugeot 508 Hybrid im Test

Peugeot 508 Plug-in-Hybrid: Test, Motor, Preis

So fährt der 508 mit Stecker

Stecker rein! Peugeot 508 und 508 SW kommen jetzt auch als Plug-in-Hybrid. AUTO BILD hat die Limousine und den Kombi schon mal getestet.
Machen wir uns nichts vor: Plug-in-Hybride bieten durch ihre zwei Antriebe mehr – wiegen und kosten aber auch mehr. Wirken Peugeots neue Stecker-Typen 508 und 508 SW trotzdem ansteckend? Plus 300 Kilo und 4100 Euro lauten die Daten für die französischen Mittelklasse-Hybride, die seit 25. Januar 2020 beim Händler stehen. So viel wiegen und kosten Limousine (1795 kg) und Kombi (1820 kg) mehr gegenüber den gleich starken Top-Benzinern in identischer GT-Ausstattung.

Mit leerem Akku geht der Verbrauch in die Höhe

Nach WLTP soll der 508 Plug-in-Hybrid nur 1,3 l/100 km verbrauchen – das ist ziemlich praxisfremd.

Dabei schöpft der 508 mit Stecker seine insgesamt 225 PS ebenfalls aus einem 1,6-Liter-Benziner (181 PS) und einem Elektromotor mit 110 PS. Im Spurt auf Tempo 100 (8,1 Sekunden) wie auch in der Spitze (240 km/h) bleibt er damit spürbar hinter dem konventionellen Benzin-Bruder zurück. Im WLTP-Normverbrauch wird er auf praxisfremde 1,3 bis 1,6 Liter pro 100 Kilometer schöngerechnet. Geht es über die elektrische Reichweite von 50 bis 54 Kilometern hinaus, zeigt der Bordcomputer schnell deutlich größere Zahlen an. Unter 6,7 Litern haben wir es nicht geschafft – was für einen knapp 1,8 Tonnen schweren Mittelklassewagen aber immer noch akzeptabel ist. In Sachen Performance und Fahrkomfort gibt es wenig zu nörgeln. Geräuschlos in der Stadt oder volle Power auf der Autobahn sind dank vier verschiedener Fahrmodi auf Knopfdruck in der Mittelkonsole ein Kinderspiel.

Gebrauchtwagensuche: Peugeot 508

Beim Fahrkomfort gibt es nichts zu meckern

Typisch Franzose: Im Komfort-Modus bringt die elektrisch unterstützte Federung viel Ruhe ins Auto.

Im Elektro-Modus fährt der Wagen bis 135 km/h zu 100 Prozent elektrisch, der Hybrid-Modus kombiniert je nach Anforderung automatisch den besten Antrieb, und im Sport-Modus geben beide Motoren alles. Der Komfort-Modus schließlich unterstützt den Hybridbetrieb mit einer elektronisch gesteuerten Federung, die spürbar mehr Ruhe ins Auto bringt. Gleiches gilt für die sanft und aufmerksam schaltende, elektrifizierte Achtstufenautomatik. Diese verfügt über eine Brake-Funktion, die nach Aktivierung den Wagen beim Lupfen des Gaspedals ähnlich einer Motorbremse extrem verzögert und Energie zurückgewinnt (Rekuperation). Komplett aufladen lässt sich die 11,5-kWh-Batterie an einer 3,7-kW-Wallbox in gut drei Stunden. An der heimischen Steckdose dauert’s dagegen gut und gern sechseinhalb Stunden.
Der Peugeot 508 Hybrid startet in der üppigen Allure-Ausstattung ab 44.000 Euro, der Kombi SW kostet 1100 Euro mehr. (Peugeot BlueHDi bei carwow.de mit einer Ersparnis bis 11.600 Euro). In der Topvariante GT ab 50.500 Euro (SW: 51.600 Euro) sind neben der elektronischen Federung auch Soundsystem, LED-Scheinwerfer oder Keyless-Go-System an Bord. Ansteckungsgefahr? Hoch!
Das Fazit Der Peugeot 508 Plug-in-Hybrid reicht in Sachen Fahrdynamik und Verbrauch weder an seinen gleich starken Benzinbruder noch an das Diesel-Topmodell heran. Doch für Stadt und Kurzstrecke sind Limousine und Kombi SW mit Stecker – vorausgesetzt, Sie nutzen diesen auch und laden regelmäßig – ebenso elegante wie alltagstaugliche Alternativen. AUTO BILD-Testnote: 2-
Technische Daten Peugeot 508 Hybrid • Motor: Vierzylinder, Turbo (1598 cm³) + 1 E-Motor (81 kW/110 PS) • Systemleistung: 165 kW (225 PS) • max. Systemdrehmoment: 360 Nm • Antrieb: Vorderrad, Achtstufenautomatik • Länge/Breite/Höhe: 4750/1907/1403 mm • Leergewicht: 1795 kg • Kofferraum: 487–537 l • 0–100 km/h: 8,1 s • Vmax: 240 km/h • Verbrauch (WLTP): 1,4 l Super/15 kWh • Abgas (WLTP) CO2: 34 g/km • Preis ab 44.000 Euro.

Autor: Frank Wald

Anzeige

Automarkt

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.