Peugeot e-208 Facelift: Fahrbericht
Der elektrische 208 leistet jetzt mehr – und kostet weniger

Facelift für den Peugeot e-208: Nach drei Jahren gibt es eine frische Optik, mehr Leistung und neue Funktionen. Zum wird der Elektro-Kleinwagen günstiger. Erste Fahrt!
Bild: Peugeot Deutschland
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Der Legende nach sollen entzückte, französische Kinder dem Bonbon seinen Namen gegeben haben. "Bon! Bon!" heißt übersetzt "Gut! Gut!". Insofern steht der Peugeot e-208 quasi in bester Süßigkeiten-Tradition. Nicht nur, weil er im neuen Farbton Agueda Gelb ein wenig aussieht, wie ein gigantischer "Nimm Zwei". Mit über 9400 Autos fuhren im letzten Jahr zwei Drittel aller neu zugelassenen 208 vollelektrisch, auch er war also beliebt.

Die LED-Streifen der Rückleuchten verlaufen nun vertikal statt ehemals horizontal. Ansonsten hat sich am Heck nichts getan.
Bild: Peugeot Deutschland
Zwei Maßnahmen fährt Peugeot nun auf, um diesen Erfolg trotz zum Jahresende noch einmal sinkender E-Prämie zu manifestieren. Der Ungewöhnlichere: Der e-208 wird billiger, und zwar deutlich. Der Einstiegspreis sinkt von zuletzt 39.100 Euro auf 34.475 Euro. Einen Teil dieser Preisdifferenz macht zwar aus, dass schlüsselloser Start und Sitzheizung nun extra geordert werden müssen. Aber damit bleiben noch rund 4000 Euro Preisvorteil übrig.
Auf Wunsch gibt's jetzt mehr Power
Zweitens gibt es eine Überarbeitung – und den e-208 nun alternativ auch mit neuem Antriebsstrang, den auch der neue e-308 und der Opel Astra Electric unter der Haube tragen. Macht dann 156 statt 136 PS, 270 statt 260 Newtonmeter und – dank einer neu entwickelten Batterie mit geringfügig höherer Energiedichte – 51 statt 50 Kilowattstunden Akkukapazität brutto.
Während der ersten Fahrt wirkt der e-208 so quietschfidel. Von der Ampel weg taugt er zum GTI-Gegner, ist auf Tempo 100 mit 8,3 Sekunden immer noch flott – und das ganz ohne künstliche akustische Untermalung im Innenraum.
Moderate 1530 Kilogramm Leergewicht und der niedrige Schwerpunkt helfen in den Kurven, die leichtgängige und gefühllose Lenkung zu verzeihen. Im Gegensatz zum größeren e-308 hört man den E-Motor leise sirren, was aber kaum auffällt.

Typisches Peugeot-Layout mit kleinem Lenkrad und Instrumenten darüber. Die Ergonomie ist in den neueren Modellen aber besser, in vielen Positionen verdeckt der obere Teil des Lenkrads den kleineren Teil der Anzeigen.
Bild: Peugeot Deutschland
Der neue Motor soll dabei noch eine Kilowattstunde sparsamer sein als der alte, schwächere: 14,0 kWh/100 km gibt Peugeot an, der Bordcomputer attestierte eher um die 16. Macht also realistische 300 Kilometer Reichweite. Bei den 100 kW Ladeleistung bleibt alles gleich, wer dreiphasig mit 11 statt 7,4 kW DC-Laden möchte, zahlt 1190 Euro Eilzuschlag.

Das Digitalcockpit gibt es ab Allure. Gut: Es hilft bei der Orientierung, zeigt Kartenausschnitte an.
Bild: Peugeot Deutschland
Daneben hat Peugeot natürlich auch typische Modellpflege-Aktivitäten betrieben. Vorne wanderten die Krallen vom Hauptscheinwerfer ins Tagfahrlicht, der breitere Grill beherbergt das neue Logo, die Grafik der Rückleuchten wurde neu gestaltet. Innen gibt's CarPlay und Android Auto kabellos sowie einen neuen Wählhebel.

Optional gibt es den mittleren Bildschirm nun in zehn statt sieben Zoll, so wie hier zu sehen. Apple CarPlay und Android Auto funktionieren nun kabellos.
Bild: Peugeot Deutschland
Achtung: Eine Wärmepumpe ist beim 156-PS-Antrieb nicht Serie, muss mit 450 Euro extra bezahlt werden. Los geht's dafür nun auch hier bereits ab 36.325 Euro.
Diese Reise wurde unterstützt von Peugeot. Unsere Standards zu Transparenz und journalistischer Unabhängigkeit finden Sie unter go2.as/unab-haengigkeit
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