Peugeot holt zum großen Rundumschlag aus und erneuert gleich drei Elektro-Modelle seiner Flotte leichter Nutzfahrzeuge: den E-Partner, den E-Expert und den E-Boxer. Diese Modelle sind ein elementarer Bestandteil von Peugeots Nutzfahrzeugpalette und deren Strategie, bis 2030 zur reinen Elektro-Marke zu werden. Aktuell werden aber noch alle drei Modelle auch mit Verbrennern angeboten.

E-Partner: Mehr Reichweite und digitaler Innenraum

Beginnen wir mit dem kleinsten im Bunde, dem E-Partner, der sich optisch deutlich verändert hat. Der Kühlergrill ist geschlossen, horizontale Zierelemente reichen von der jetzt angedeuteten Optik direkt in die Scheinwerfer. Diese sind ebenfalls neu gestaltet und erhalten das Peugeot-typische Signet mit den drei Krallen. Dazu gibt's neue Stoßfänger und Felgen.
Peugeot E-Range Peugeot E-Boxter Peugeot E-Expert Peugeot E-Partner
Bis zu 100 kW Schnellladen geht mit dem E-Partner, damit ist der Stromspeicher nach 30 Minuten wieder zu 80 Prozent gefüllt.

Bild: Stellantis

Im Innenraum wird's digital, dank 10-Zoll-Zentraldisplay und kabelloser Smartphone-Anbindung mit Apple CarPlay und Android Auto sowie einer Sprachsteuerung "OK Peugeot" wird die Nutzbarkeit im Alltag komfortabler gestaltet. Insgesamt 17 Fahrassistenz-Systeme sollen beim E-Partner für ordentlich Sicherheit sorgen.

Nutzlast steigt auf 780 Kilogramm

Besonders: Obwohl sich an der Akkugrößer nichts verändert hat – es bleibt bei einer Nutzkapazität von 50 kWh, soll die Reichweite von ursprünglich 277 WLTP-Kilometern nun auf 330 Kilometer ansteigen. Eine E-Maschine mit 136 PS (100 kW) sorgt für Vorschub. Nur in der Höchstgeschwindigkeit verliert der Franzose ein wenig, schafft jetzt bis zu 130 km/h (vorher: 135 km/h).
Dass der Akku nicht gewachsen ist, zeigt sich logischerweise auch im Laderaum. Bis zu 4,4 Kubikmeter gehen in das Gepäckabteil des Kleintransporters, die Nutzlast steigt aber an – von bisher 728 auf 780 Kilogramm. Wenn das nicht reicht, dann können noch 750 Kilogramm an den Haken.

E-Expert: Zwei Akkugrößen für den mittleren Transporter

Mehr Zuladung gibt's auch eine Stufe weiter oben, beim E-Expert. Statt der bislang angegebenen 981 Kilogramm dürfen jetzt bis zu 1263 Kilo geladen werden, ein ordentlicher Zuwachs. Insgesamt schluckt der E-Expert bis zu 6,6 Kubikmeter, zusätzlich bietet er bis zu 1000 Kilogramm Anhängelast.
Optisch und auch in Sachen Infotainment macht er es aber wie der kleinere Partner, bekommt den gleichen Grill und Tagfahrlicht-Signatur sowie kabellose Smartphone-Anbindung und 10 Zoll-Display. Unterm Blech kann auch weiterhin zwischen zwei Akkugrößen gewählt werden. Eine kleinere Batterie mit 50 kWh und eine große mit 75 kWh Kapazität. Letztere soll eine Reichweite von bis zu 350 WLTP-Kilometer ermöglichen, mit dem kleineren Akku sind's bis zu 224 Kilometer. Bis zu 136 PS sorgen beim E-Expert für Vortrieb.
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Erinnert etwas an den E-Sprinter: Auch der E-Expert kann in verschiedenen Aufbauten konfiguriert werden.
Bild: Stellantis

Auch der mittlere Transporter nutzt Schnellladetechnik mit bis zu 100 kW Ladegeschwindigkeit, die Ladedauer von 0 auf 80 Prozent beträgt 45 Minuten beim größeren Akku und 38 Minuten beim kleinen Akku. Überraschend: Beim E-Partner sind's nur 30 Minuten.

E-Boxer: Reichweite konkurriert mit dem e-Sprinter

Das obere Ende der elektrischen Kleintransporter Made in France markiert nach wie vor der Boxer. Mit seinen bis zu 200 kW (272 PS) hat er doppelt so viel Leistung wie seine kleineren Ableger, kommt dank 110 kWh-Akku auch bis zu 420 Kilometer weit. Um diese Reichweite zu garantieren, gibt's verschiedene Fahrmodi, die die Leistung drosseln. So gibt's für die maximale Reichweite nur 120 kW (163 PS).
Wie auch die anderen beiden Modelle wird's zunächst auch den Boxer neben der Elektro-Version auch mit einer Auswahl an Verbrennungsmotoren geben, die Leistungen reichen von 120 bis 180 PS.

Bis zu 17 Kubikmeter Ladevolumen

Optisch blieb auch er nicht unbearbeitet, bekommt aber nicht dieselben Design-Elemente wie seine kleinen Brüder. Aber: Stoßfänger, neu gestaltete Rückspiegel und ein neuer Kühlergrill in Wagenfarbe mit automatisch gesteuerten Luftklappen sind Teil der Überarbeitung, genauso wie neue LED-Scheinwerfer. Im Innenraum geht's bekannt zu, das Infotainment übernimmt auch der größte im Bunde.
apropos der Größte, es geht in Richtung Laderaum. Hier zeigt sich der Franzose als echtes Raumwunder, bekommt bis zu 17 Kubikmeter Fracht zwischen die Außenbleche – ausreichend Platz also für eine Zuladung von bis zu 1500 Kilogramm.