Wie Pilze schießen momentan kleine, schmale Flitzer für die City aus dem Asphalt. Nach VW Nils, Audi Urban Concept oder Opels Rake gibt es nun auch ein entsprechendes Pendant von Peugeot. Sein Name lautet "Velv", das bedeutet "Véhicule électrique léger de ville" – also ein leichtes Elektrofahrzeug für die Stadt. Seine Präsentation hatte der Velv auf einem Innovation Forum, das von der französischen Agentur für Umwelt und Energiemanagement (ADEME) ins Leben gerufen wurde. Realisiert wurde der kleine Elektro-Flitzer von einem Konsortium französischer Unternehmen und eines Forschungslabors, die sich zusammengeschlossen haben, um "die Herausforderungen der Mobilität von morgen zu meistern".
Peugeot Velv Studie
Schmaler Hintern: Das Heck des Velv hockt auf einem Paar Zwillingsreifen.
Bild: Werk
Der Peugeot Velv ist das Ergebnis. Die Studie wird von einer Glaskuppel überspannt, die den Passagieren die Enge im Fahrgastraum sicherlich erträglicher macht. Die Türen öffnen sich zweigeteilt: Unten schwingen sie klassisch nach außen auf, oben bilden sie Flügel. Bei der Betrachtung des Hecks bleibt der Blick unweigerlich an den Zwillingsreifen hängen. Drei Passagiere kommen in dem 650 Kilo leichten Flügeltürer unter. Der Fahrer nimmt in der Mitte Platz, die beiden Mitreisenden positionieren sich rechts und links hinter ihm. Für Vortrieb sorgt ein 20 kW starker Elektromotor, der von einer Lithium-Ionen-Batterie mit 8,5 kWh Kapazität gespeist wird. Bis zu 110 km/h soll der Velv schnell werden und eine Reichweite von 100 Kilometern haben. Sein Wendekreis beträgt Innenstadt-freundliche 7,20 Meter. Trotz der zierlichen Erscheinung nimmt es der Velv mit der Sicherheit genau – laut Hersteller entspricht er den geltenden Vorschriften für Pkw. Zu den Serienchancen äußerte sich Peugeot bislang nicht.