Porsche 911 Turbo (2020): Test
Auch ohne S ist der neue Porsche 911 Turbo eine echte Wucht

Porsche bringt den 911 Turbo deutlich nach dem Turbo S auf den Markt. Doch das Warten hat sich gelohnt, wie unser Ausflug auf die Rennstrecke zeigt.
Bild: Porsche AG
- Wolfgang Gomoll
Der Hockenheimring. Hier feierte Michael Schumacher Erfolge und versetzte die deutschen Rennfans in Ekstase. Doch heute sind die Tribünen verwaist, und eine Temperatur von elf Grad Celsius ist auch nicht gerade optimal, um eine Sportwagen-Ikone um die Ecken zu scheuchen. Doch genau das haben wir mit dem Porsche 911 Turbo Coupé der Baureihe 992 vor, der jetzt nach der längst erhältlichen S-Version endlich auf die Straße kommt. Die erste Runde dient noch zur Orientierung und bringt die nötige Temperatur in Reifen und Antriebsstrang. Dann geht es zur Sache, und schnell wird klar: Dieser Sportwagen kann noch deutlich mehr, als wir von ihm verlangen. Nach dem Scheitelpunkt der Südkurve steigen wir voll aufs Gas, um möglichst viel Tempo auf die Start-Ziel-Gerade mitzunehmen. Vor der Nordkurve knackig, aber kurz in die Eisen und einlenken. Runterbremsen vor der Parabolica und dann einfach volle Lotte durch den Knick. Der Tacho hat die 250 längst überschritten, und der Porsche Turbo nimmt das alles mit einem Schulterzucken hin. Unglaublich, wie entspannt man mit diesem Auto schnell sein kann. Selbst zu spitzes Einlenken im Motodrom bringt diesen Renner nicht aus der Ruhe. Sogar im Sport Plus Modus, wo das System dem Piloten mehr zutraut als in den anderen Fahrmodi, reagiert dieses Auto unglaublich behände und verzeiht die Fehler des Menschen am Lenkrad.
Im neuen Turbo ist der Pilot wieder mehr eingebunden

Rennwagen für jedermann: Im geschliffenen 911 Turbo gelingt es fast jedem, auf Anhieb schnell zu sein.
Bild: Porsche AG
Die Fahrleistungen rechtfertigen den Preisunterschied kaum

Ohne das S und 70 PS schwächer ist der Turbo satte 31.900 Euro billiger – aber kaum langsamer.
Bild: Porsche AG
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