2003 präsentierte Porsche den Carrera GT. 20 Jahre später gilt der 612 PS starke Porsche als einer der letzten analogen Supersportwagen und hat eine riesige Fanbase. Zu dieser zählt auch der ehemalige deutsche Formel 1-Pilot Nick Heidfeld, der selbst einen Porsche Carrera GT besitzt!
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Für "Quick Nick" ist der Carrera GT eines der emotionalsten Autos überhaupt und ganz klar sein Lieblingsauto von allen, die er bisher besessen hat. Das liegt nicht nur an der Optik, sondern auch am V10-Saugmotor mit seinem einzigartigen Klang und dem Fahrgefühl. Der ehemalige Rennfahrer beschreibt es als sehr vorhersehbar und sehr kontrollierbar. 

Der Carrera GT ist Heidfelds Lieblingsauto

Doch auch wenn der Carrera GT bis heute nichts von seiner Faszination und Emotionalität eingebüßt hat, so haben sich gewisse Technologien in den letzten 10 bis 15 Jahren entscheidend weiterentwickelt. Neben den Reifen gehört hierzu auch die Fahrwerkstechnik. Und auch wenn Heidfeld eigentlich Purist ist und so wenig wie möglich an seinem Traumauto verändern möchte, hat er sich dazu entschieden ein neues Fahrwerk einbauen zu lassen. Der Grund ist einleuchtend: "Durch ein neues Fahrwerk wird das Auto verbessert", erklärt Nick.
KW V5 Gewindefahrwerk für Porsche Carrera GT (980)
Die Feder auf der Fahrerseite ist rot, die auf der Beifahrerseite blau, genau wie die Zentralverschluss-Muttern des Carrera GT.
Bild: KW automotive GmbH

Um das Fahrerlebnis noch intensiver zu machen, hat er sich an die Spezialisten von KW gewandt. In enger Zusammenarbeit mit dem Rennfahrer wurde das KW V5 Gewindefahrwerk entwickelt. Hierbei wurde auf Motorsport-Technologie, wie sie beispielsweise beim KW V6 Racing Fahrwerk des Porsche 911 (992) GT3 R eingesetzt wurde. Ohne zu sehr ins Detail zu gehen nur so viel: Statt eines gewöhnlichen Dämpferaufbaus wird hierbei auf das Verdrängungsprinzip gesetzt. Einer der Vorteile ist, dass die Dämpfer so kompakter und leichter sind.
Besonderes Schmankerl für Nick: Die Federnfarbe wurde an die der Radmutter (rot/blau) angepasst und außerdem wurden die Federn mit einer persönlich Widmung "made for Quick Nick" versehen. Dank der Pushrod-Aufhängung des Carrera GT ist diese bei offener Motorhaube auch sichtbar.

Doch das ist noch nicht alles. Als der Porsche Carrera GT vor rund 20 Jahren auf den Markt kam, gab es für ihn kein Liftsystem, bei dem die Front angehoben werden kann, um beispielsweise über Geschwindigkeitsbegrenzungen hinwegzufahren oder steile Garagen-Einfahrten zu meistern. Dementsprechend ist man als Fahrer teilweise eingeschränkt, wie auch Heidfeld feststellen musste. KW schafft Abhilfe, in dem sie das V5-Fahrwerk optional mit einem hydraulischen Liftsystem ausstatten, dass den Carrera GT per Knopfdruck an beiden Achsen um 45 Millimeter anhebt. Versteckt wird der Knopf dabei unauffällig im Aschenbecher.
KW V5 Gewindefahrwerk für Porsche Carrera GT (980)
Das originale Fahrwerk bleibt selbstverständlich erhalten. Eine Rückrüstung ist jederzeit möglich.
Bild: KW automotive GmbH

Das neue Fahrwerk verfügt im GT über ein voreingestelltes Setup, das dem des Originals sehr nahe sein soll und dennoch verspricht KW, dass sich der Porsche harmonischer fahren soll. Natürlich lässt sich das Fahrwerk aber auch in Druck- und Zugstufe (High- und Lowspeed-Kräfte) mittels Einstellrädchen justieren. So kann der GT auf Wunsch komfortabler abgestimmt oder für die Rennstrecke vorbereitet werden.
KW V5 Gewindefahrwerk für Porsche Carrera GT (980)
Der Knopf für das optionale Liftsystem versteckt sich im Aschenbecher.
Bild: KW automotive GmbH

Bei 15.196 Euro geht es los

Nick Heidfelds Einschätzung: "Das Feedback ist noch direkter geworden!". Wer Interesse an dem V5-Gewindefahrwerk hat, muss mindestens 15.196 Euro einplanen. So viel kostet die Variante ohne HLS-Liftfunktion. Mit dieser sind es 19.334 Euro – viel Geld für ein Fahrwerk, doch wer bei aktuellen Marktpreisen mindestens eine Million Euro für einen Porsche Carrera GT ausgibt, dürfte die knapp 20.000 Euro auch noch übrig haben.