Wenn Autohersteller die Performance ihrer Sportmodelle unter Beweis stellen wollen, führt kaum ein Weg an der Nordschleife vorbei. Auch Porsche hat mit dem Taycan Turbo GT im Spätsommer 2023 einen neuen Rekord aufgestellt, musste aber im April 2025 einen Dämpfer hinnehmen. Denn ausgerechnet der chinesische Elektronikriese Xiaomi hat den einstigen Rekord mit dem SU7 Ultra mit Track Package um drei Sekunden unterboten – ein Fakt, den Porsche nicht auf sich sitzen lassen wollte.

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Um sich also die Krone auf dem Ring zurückzuerobern, hat die Sportwagenschmiede aus Zuffenhausen ihre Freunde von Manthey Racing ins Boot geholt – und die haben geliefert. Heraus kommt ein noch performanteres Modell: der Taycan Turbo GT mit Manthey-Kit. Das Beste daran: Das Kit muss nicht nachträglich bei Manthey erworben werden, sondern ist direkt über Porsche bestellbar.

Spitzenleistung bleibt, Dauerleistung steigt

Ein ohnehin extrem schnelles Auto noch schneller zu machen, ist kein leichtes Unterfangen. Eine naheliegende Lösung wäre eine deutliche Leistungssteigerung – beim Taycan Turbo GT allerdings nur bedingt sinnvoll. Zum einen leistet der Stromer mit bis zu 1108 PS bereits enorm viel, zum anderen ist die Leistungssteigerung bei E-Autos oft durch die Energieabgabe der Akkus begrenzt.
Porsche Taycan Turbo GT mit Manthey-Kit !! SF 07. Mai, 14:00 Uhr !!
Alles für die Aerodynamik: Der Heckdiffusor und der Spoiler sorgen für mächtig Abtrieb, die hinteren Felgen bekommen ein geschlossenes Design, um Verwirbelungen zu minimieren.
Bild: Porsche AG
Die gute Nachricht: Es gibt dennoch ein Plus. Die Dauerleistung des Manthey-Taycan steigt von 580 kW (789 PS) auf 600 kW (816 PS). Wird während der Fahrt der "Attack Mode" aktiviert, stehen zusätzlich 41 PS zur Verfügung, sodass der Top-Taycan auf 730 kW (993 PS) kommt. An der Maximalleistung bei aktivierter Launch Control hat Manthey hingegen nichts verändert.

Umfangreiche Aerodynamik-Verbesserungen

Doch Leistung allein ist nur eine Seite der Medaille – gerade in schnellen Kurven zählt vor allem der Abtrieb. Entsprechend hat Manthey dem Taycan ein umfangreiches Aerodynamikpaket verpasst, das sowohl auf Geraden als auch in Kurven für mehr Stabilität sorgt.
Neben der gewaltigen "Frittentheke" am Heck kommen unter anderem Carbon-Kotflügelverbreiterungen, Felgen im Manthey-typischen Aerodisc-Design an der Hinterachse, ein modifizierter Frontsplitter mit seitlichen Flicks sowie ein neuer Heckdiffusor zum Einsatz. Zusätzliche Radhausentlüftungen vorn und hinten leiten turbulente Luftströme ab und reduzieren Auftrieb.
Porsche Taycan Turbo GT mit Manthey-Kit !! SF 07. Mai, 14:00 Uhr !!
Teilweise noch abgeklebt dreht der Manthey-Taycan seine Runden in der legendären "grünen Hölle".
Bild: Porsche AG
Eine speziell abgestimmte Fahrwerks- und Fahrdynamikregelung, Allradlenkung, größere Bremsscheiben mit 440 Millimetern vorne und 410 Millimetern Durchmesser hinten sowie optionale Track-Bereifung komplettieren das Set-up für die Rennstrecke.

Manthey-Taycan holt sich Rekord auf dem Ring zurück

Und hat sich all das Tuning gelohnt? Die klare Antwort: Ja! Bereits im April hat der Taycan Turbo GT mit Manthey-Kit auf der legendären Nordschleife einen neuen Rundenrekord für elektrische Premiumfahrzeuge aufgestellt – mit einer Zeit von 6:55,533 Minuten. Damit nimmt er dem bisherigen Rekordhalter Xiaomi SU7 mit Track Package satte neun Sekunden ab und ist sogar zwölf Sekunden schneller als der "normale" Taycan Turbo GT.
Porsche Taycan Turbo GT mit Manthey-Kit !! SF 07. Mai, 14:00 Uhr !!
Am 15. April holte sich der Porsche Taycan Turbo GT mti Manthey-Kit am Nürburgring den Rundenrekort für Premium-Elektroautos zurück. Der Fahrer: Lars Kern.
Bild: Porsche AG
Doch damit nicht genug: Mit dieser Zeit ist der Manthey-Taycan – gefahren von Porsche-Werksfahrer Lars Kern – sogar zehn Sekunden schneller als ein Rimac Nevera, ein elektrischer Supersportwagen mit über 1900 PS. Ein eindrucksvoller Beleg dafür, dass reine Leistung eben nicht alles ist.