Postbank präsentiert: Mein erster Traumwagen

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Mit einem Hauch von Hollywood

Klaas Akkermann war ein Mann der Rekorde. Beruflich arbeitete der Hamburger Filmpromoter mit allen Hollywoodstars, privat fuhr er über Jahrzehnte Opel Rekord. Seine Tochter setzte ihm ein automobiles Denkmal und küsste seinen letzten 2.0 E wach.
Goldene Zeiten begannen für Eike Hahn im Alter von zwölf Jahren. Damals war der Weg das Ziel, und das war meist die Insel Fehmarn. "Ich werde heute vom goldenen Wagen abgeholt", freute sich das Mädchen, bevor es in den Familienurlaub von Hamburg auf die Insel ging. Im goldenen Opel Rekord 2.0 E.

Der Opel war das Auto ihrer Jugend

Noch heute, über drei Jahrzehnte später, findet Eike Hahn die Farbe großartig, im Einheitsfarbbrei aus Schwarz und Grau auf den Straßen. Der Opel war das Auto ihrer Jugend. Kuschelige Zeiten auf der plüschigen Rückbank mit luftigem Schiebedach, der exklusiven Berlina-Ausstattung sei Dank. 

Mr. Hollywood, ein legendärer Charakterkopf

James-Bond-Premiere in Hamburg: "Mr. Hollywood“ Klaas Akkermann (l.) und Roger Moore waren seit den 1970er-Jahren befreundet

Rekordverdächtig war auch der Mann, der ihn damals fuhr: Eikes Vater Klaas Akkermann, von vielen "Mr. Hollywood" genannt. Sein Job: Film-Promoter. Geschätzte zehntausend Filme hat er im Laufe seines Lebens betreut, kaum ein Star aus Hollywood und dem Rest der Welt, den er nicht mal an seiner Seite hatte. Ein legendärer Charakterkopf mit einer dröhnenden Bierbass-Stimme, geschliffen von rund 100 Zigaretten täglich und überall – auch am Steuer. Einer, der für seinen Job brannte, fast rund um die Uhr.
Und einer, der in Sachen Image-Schublade eher in einen Sportwagen gesteckt würde. Doch Klaas Akkermann fuhr Opel Rekord. Aus Überzeugung. Dem Modell war er ebenso treu wie der Werkstatt Opel Bleck in der Barmbeker Straße. Seinen Autos gab er Namen. Ivan taufte er gleich mehrere seiner Rekord-Modelle in Folge, erinnert sich Eike Hahn. "Er fand, der Wagen drücke Kraft und Schnelligkeit aus, deshalb Ivan."
 

Es darf ein bisschen mehr sein

Ein bisschen pimpte er sein 110-PS-Kraftpaket noch auf. Mit einem Kat zum Beispiel. "Da war ich als Teenager stolz, dass er schon 1984 umweltbewusst dachte", so Eike. Dazu kam Cockpit-Tuning wie Verbrauchs- und Temperaturanzeige, Kompass sowie ein XL-Lüfter auf dem Armaturenbrett. Denn wenn die Frontscheibe im Winter beschlug, war die integrierte Lüftung zu schlapp. Was Akkermann nicht bedacht hatte, das Ding war laut. Sehr laut. Und war daher doch selten im Einsatz. 

Mehr Urlaubscruiser als Alltagsmalocher

Kinosessel-Feeling versprüht der Innenraum dank Velours. Das Cockpit: schlicht kantig.

Der Rekord stand viel vor der Haustür. War mehr Urlaubscruiser als Alltagsmalocher. Allein den Kofferraum nutzte der PR-Mann als Büro und Zwischenlager für Pressehefte und Arbeitsmaterial. Mitte der 90er-Jahre stieg Akkermann endgültig vom Auto aufs Taxi um, das fand er bequemer. Ein neuer Opel – Nachfolger Omega – wäre ohnehin nicht infrage gekommen. "So ein hässliches Vieh kommt mir nicht in die Familie", polterte er, erinnert sich die Tochter. Den Rekord fuhr er in die frisch gemietete Tiefgarage. Kilometerstand: etwa 62.000. Der Wagen blieb angemeldet. Akkermann wollte das Gefühl haben, einfach losfahren zu können, sagte er. 

Totgeglaubte leben länger

Die Jahre vergingen, der Rekord schlief seinen Dornröschenschlaf, stand sich die Reifen platt, wurde von Staub bedeckt und über die Widrigkeiten des Lebens ein wenig vergessen. Klaas Akkermann erlitt 2003 einen Schlaganfall, musste seinen Job, der doch auch Lebenselixier war, aufgeben. Seine Tochter pflegte ihn bis zu seinem Tod im letzten Jahr. Doch Mr. Hollywood lebt weiter. Denn sein Auto erstand wieder auf – nach knapp 20 Jahren. Eike ließ ihn aus der zum Glück knochentrockenen Garage hinausschleppen. Und es war erstaunlich wenig auf der Liste, bis der Wagen wieder röchelte: neue Reifen, neue Batterie, Ölwechsel, ein paar Schläuche ausgetauscht. Schweißarbeiten waren keine nötig. Was blieb, war der Parfum-Mix aus Oldtimer und Keller in den Plüschsitzen. Dann ging’s zum Gutachter fürs H-Kennzeichen. Das trägt er jetzt mit Klaas Akkermanns Initialen. 

Das große Comeback 

Eike Hahn in ihrem wach geküsstem Opel Rekord 2.0. E. Das Goldstück ist ihr alleiniges Alltagsauto. 

Eikes erste Fahrt am Steuer? "Die war magisch." Zeitreise und emotionale Achterbahn beim Gedanken an den geliebten Vater. Technisch gesehen bekam sie ein viel dünneres Lenkrad in die Hand, als sie gewohnt war. Und die fehlende Servolenkung macht Einparken zur Workout-Einlage. Jetzt ist der Rekord ihr alleiniges Alltagsauto. "Ich fahre ihn nicht so häufig wie vorher meinen Golf, aber er muss regelmäßig ran, auch mal bei Regen."

Ein ganz persönliches Goldstück

Eine Sache muss Eike aber noch ändern. In der neuen Zulassung steht unter Farbe "Gelb" statt wie vorher "Braun metallic". Eike plant: „Ich werde hingehen und den Zuständigen fragen: "Gucken Sie sich das Auto an, ist das etwa gelb?" Nein, ihr ganz persönliches Goldstück.

Wir bringen auch Sie und Ihr Traumauto zusammen!

AUTO BILD und die Postbank suchen Sie und Ihr Traumauto. Alles was sie dafür tun müssen ist, die nachfolgende Teilnahmefrage zu beantworten. Viel Glück! 
Es gelten die Teilnahmebedingungen für Gewinnspiele auf autobild.de. Mitarbeiter des Axel-Springer-Konzerns und der Partnerfirmen dürfen nicht teilnehmen. Ausgeschlossen sind außerdem Personen, die außerhalb der Bundesrepublik Deutschland leben. Teilnahme ab 18 Jahren.

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