Presidential Cadillac (2012)
Der Präsident und das "Beast"

Sicher wie ein Panzer: Der wiedergewählte US-Präsident Barack Obama kann sich weiter auf seinen Dienstwagen "The Beast" verlassen. Der Secret Service spricht vom "sichersten Auto der Welt".
Barack Obama bleibt US-Präsident. Nach dem kräftezehrenden Wahlkampf-Spektakel wird es für den 51-Jährigen einen erholsamen Rückzugsort geben, der den Trubel da draußen einfach aussperrt. Er kommt in Gestalt eines monströsen Cadillacs daher und hat die Attitüde einer uneinnahmbaren Festung: "Presidential Limousine" nennt GM diesen Fels in der Brandung und verweist stolz auf die 90 Jahre alte Tradition, den mächtigsten Mann der Nation mit einer soliden Mobilitätsgarantie auszustatten. Innoffiziell wird der Wagen auch "Cadillac One" genannt oder – etwas brachialer – "The Beast".
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Der Aufbau ist etwas steiler als beim Vorgänger, um die Aussicht aus dem Fahrzeuginnern heraus zu verbessern, meldet GM. Ansonsten wurde der Wagen gegenüber dem einstigen Bush-Mobil nur geringfügig modifiziert. Er trägt den gleichen Grill wie die imposanten Cadillac-Modelle CTS Sport Sedan und Escalade. "Der Fahrgastraum verschmilzt modernes Design und Technologie mit Handwerkskunst der Alten Welt", tönt es aus der Pressemitteilung. Da kann man nur hoffen, dass von dieser Fabulierkunst der Neuen Welt nichts auf den Präsidenten abfärbt. Auch das "dramatische Design" der neuen Limousine hat hoffentlich keine Auswirkungen auf die präsidiale Politik. "Natürlich sind viele Aspekte des Autos ganz speziell für den präsidialen Gebrauch gestaltet", lesen wir dann noch erleichtert – wäre ja nicht auszudenken, wenn jeder Amerikaner Panzerstahl und Automatikwaffen serienmäßig an Bord hätte. Der V8-Motor der Präsidenten-Kutsche leistet normalerweise 600 PS. Im Notfall bringt Lachgas 400 zusätzliche Pferdestärken. Reichweite: knapp 115 Kilometer. Genauere Angaben hält GM aus Sicherheitsgründen zurück.
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