Lampo, das hört sich an wie eine Mischung aus Lambo und... Sie wissen schon. Bei der Schweizer Firma Protoscar hat sich aber niemand verschrieben, deren neuestes Modell heißt wirklich Lampo2. Das ist italienisch und bedeutet "blitzschnell". Und blitzschnell ist der Elektro-Sportler wirklich. Unter der futuristischen Karosserie arbeiten zwei Elektromotoren mit 408 PS Leistung. Damit soll der Roadster in fünf Sekunden von 0 auf 100 km/h sprinten und die Spitze von 200 km/h erreichen.
Protoscar Lampo2 (2010)
Bild: Werk
Viel wichtiger bei E-Autos ist aber die Reichweite. Hier hat Protoscar einiges vorzuweisen: In nur zehn Minuten soll sich der Sportwagen für 100 Kilometer laden lassen. So gibt es vier verschiedene Lademöglichkeiten. Von der Schnellladung bis zur Übernacht-Ladung an der heimischen Steckdose. Maximal können die beiden Lithium-Ionen-Akkus Energie für 200 Kilometer speichern. Konkurrenten wie der Tesla Roadster oder der Dodge Circuit EV müssen trotzdem nicht in Erfurcht erstarren, bisher ist der Lampo2 ein Prototyp, der nicht für die Serienfertigung gedacht ist - wie schon der Lampo aus dem vergangenen Jahr.
Die Schweizer gehen aber noch einen Schritt weiter. Passend zum Elektroauto haben sie eine Photovoltaik-Anlage entwickelt, die aus Sonnenenergie bis zu 16.800 Kilowattstunden liefern soll. Im Fall des Lampo2 würde das für 50.000 abgasfreie Kilometer pro Jahr reichen und zwölf Tonnen CO2 einsparen – behauptet Protoscar. Und das angeblich günstiger als mit einem Diesel oder Benziner.