Fernando Alonso will der beste Motorsport-Allrounder werden – und bei der Rallye Dakar zeigte er auf der heutigen achten Etappe, dass er das vielleicht schon ist: Mit Rang zwei verpasste der Ex-Formel-1-Weltmeister den Tagessieg nur knapp – vier Minuten fehlten ihm auf Überraschungsmann Matthieu Serradori.
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Der zweite Platz von Alonso ist auch deshalb hoch einzuschätzen, weil die Etappe schwierig war. Es ging durch Dünen und über felsige Bergkuppen. Und Rekord-Sieger Stéphane Peterhansel? Der wurde nur Neunter. Der Gesamtführende Carlos Sainz kam gerade mal als 15. ins Ziel.
Matthieu Serradori
Matthieu Serradori gewann im Century Buggy die Rallye Dakar Etappe acht
Um den Gesamtsieg kämpft Alonso nach Problemen auf der zweiten Etappe nicht mehr. Über drei Stunden hat er schon Rückstand auf seinen spanischen Landsmann Sainz. Aber eine Top-10-Platzierung ist für den Toyota-Fahrer durchaus noch drin. Derzeit ist er 13.
Alonsos Zwischenbilanz: "Man ist auf Sand, Kies, Steinen und Asphalt unterwegs, das Grip-Niveau ändert sich also stetig, und du musst dich alle Kilometer wieder neu anpassen. Wir haben bisher so ziemlich alles erlebt, und jede dieser Herausforderungen ist mir neu. Aber ich versuche, so schnell wie möglich dazuzulernen."
Für Serradori war es heute der erste Etappensieg seiner Karriere. Er ist erst zum fünften Mal bei der Rallye Dakar dabei, zum zweiten Mal in der Autokategorie. Dabei fährt er auch einen Außenseiter-Wagen: Sein Century Buggy, betrieben von einem Chevrolet-V8-Sauger mit rund 400 PS, wird von einem südafrikanischen Privatteam gebaut.
Die Gesamtwertung nach acht von zwölf Etappen
1. Carlos Sainz (Mini) 31:56,52 Stunden
2. Nasser Al-Attiyah (Toyota) +0:06,40
3. Stéphane Peterhansel (Mini) +0:13,09
4. Yazeed Al-Rajhi (Toyota) +0:32,12
5. Orlando Terranova (Mini) +0:43,02
6. Giniel de Villiers (Toyota) +0:53,12
7. Matthieu Serradori (Century) +1:02,42
8. Bernhard Ten Brinke (Toyota) +1:07,00
9. Yasir Seaidan (Mini) +2:37,18
10. Wei Han (2WD) +3:06,20
 

Von

Michael Zeitler