Dakar

Rallye Dakar: Auch Loeb ist raus

Ist diese Wüsten-Rallye 2018 zu hart?

Der nächste prominente Ausfall: Sébastien Loeb muss nur einen Tag nach seinem ersten Etappensieg die Segel streichen. Klagen über Härte der Dakar wachsen.
Selbst der Rallye-Rekordweltmeister Sébastien Loeb (neun WM-Titel) muss bei dieser Rallye Dakar schon nach fünf Etappen aufgeben. Der Franzose landete mit seinem Peugeot 3008 DKR Maxi in einem Sandloch. Sein Co-Pilot Daniel Elena verletzte sich beim Aufprall am Brust- und Steißbein, schrie vor Schmerzen. „Normalerweise gebe ich nicht so schnell auf – aber es geht nicht mehr“, seufzt Elena zerknirscht.
Pille gegen Dakar-Kollaps: Das steckt dahinter
Schon nach fünf von 14 Etappen sind zahlreiche Topfavoriten ausgeschieden oder weit zurückgefallen. So musste nach drei Etappen  das Mini-Lager bereits alle Sieg-Chancen im Sand vergraben. Nun wächst die Kritik an der diesjährigen Routenführung. Klagten die Teilnehmer in den vergangenen Jahren noch über zu wenig Dünen, ohne die der wahre Charakter der Wüsten-Rallye zu stark verzehrt werde, so ist es den Piloten 2018 zu viel des Guten.

Sébastien Loeb ist vorzeitig raus

Peugeot-Werkspilot Carlos Sainz zum Beispiel erklärt: „Für uns Werksteams mag das ja noch in Ordnung sein. Aber für die ganzen Amateurfahrer ist es einfach zu viel. Ich weiß nicht, wie viele die heutige Etappe überhaupt beenden konnten.“ Inzwischen sind nur noch 53 Teilnehmer in der Auto-Kategorie dabei – das Feld hat sich seit dem Start also fast halbiert. Nur 15 Fahrer erreichten gestern das Ziel innerhalb einer Stunde von Etappensieger Stéphane Peterhansel.
Der Franzose ist inzwischen wieder der Top-Favorit auf den Dakar-Sieg. Für den Rekord-Gewinner wäre es der 14. Erfolg. Teamkollege Sainz hat bereits über eine halbe Stunde, Toyota-Pilot Bernhard Ten Brinke sogar schon über eine Stunde Rückstand auf Peterhansel. Ab heute geht es auf die Hochebenen von Bolivien. Die größten Dünen sind damit überwunden. Jetzt kommt aber schon die nächste Hürde: Auf über 4800 Meter hatten in den Vorjahren so manche Fahrer Probleme mit der dünnen Höhenluft. Es wird mit weiteren Ausfällen gerechnet.
Gesamtwertung nach fünf Etappen
1. Stéphane Peterhansel (Peugeot)
2. Carlos Sainz (Peugeot) +0:31,16 Stunden
3. Bernhard Ten Brinke (Toyota) +1:15,16
4. Nasser Al-Attiyah (Toyota) +1:23,21
5. Giniel de Villiers (Toyota) 1:34,34
6. Scheich Khalid Al Qassimi (Peugeot) 1:46,48
7. Eugenio Amos (SMG Buggy) 2:01,57
8. Jakub Przygonski (Mini) 2:16,43
9. Martin Prokop (Ford) 2:17,27
10. Patrick Sireyjol (Cummins Buggy) 2:58,22

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-alliance

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