Rallye: Flugstunden für die Piloten
Latvala führt beim Heimspiel

Bei der Rallye Finnland müssen die Fahrer und ihre Autos voll ans Limit: Extreme Flugeinlagen und Vollgas warten in fast jeder Prüfung.
Bild: Getty Images
- Sascha Höpfner
Der Weitflugwettbewerb in den finnischen Wäldern ist in vollem Gange. Seit Donnerstag fegen Sébastien Ogier und Co in ihren über 300 PS starken Rallye-Autos wieder über die pfeilschnellen Schotterpisten in Finnland. Dabei erreichen sie Topspeeds von über 180 km/h und kommen kaum mehr aus dem Fliegen heraus. Zahllose Sprungkuppen katapultieren die Rallyeboliden von VW, Citroen, Ford und Hyundai über 50 Meter weit durch die Luft. „Das ist ein bisschen wie Achterbahnfahren. Allerdings mehr für den Beifahrer, denn als Fahrer bist du so konzentriert, dass du gar kein kribbeln im Bauch spürst“, beschreibt Hyundai-Werksfahrer Thierry Neuville.
Der Polo kann fliegen

Latvala lässt es fliegen & krachen: Da staunt auch der Streckenposten nicht schlecht...
Latvala will zweiten Heimsieg
Trotz der zwischenzeitlichen Führung ist der fliegende Finne noch lange nicht am Ziel. Denn ist er auf den rasanten Schotterstrecken nur einen Moment unaufmerksam, kann der Traum vom zweiten Heimsieg nach 2010 ganz schnell vorbei sein. Das mussten in den ersten Tagen bereits Ex-Formel-1-Pilot Robert Kubica (Ford Fiesta WRC) sowie die Hyundai-Kollegen Juho Hänninen und Thierry Neuville erleben. Alle Drei kamen von der Landebahn ab und krachten in den Wald. Glücklicherweise blieben sie unverletzt. Kubica und Hänninen können nach einer Reparaturpause sogar weiterfahren.
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