Range Rover: misslungener Rettungsversuch
Dieser Range Rover geht selbst baden

Ein nobler Rettungsversuch geht spektakulär schief: Ein Range Rover zieht einen Transporter und endet selbst im Meer – ein Video hält das Drama fest.
Bild: Yorkshire Post/Facebook
Jemandem aus reiner Herzensgüte aus dem Schlamassel zu helfen, ist zweifellos eine ziemlich kollegiale Aktion. Blöd nur, wenn man dabei selbst in die Bredouille gerät. Genau das ist in diesem Fall passiert: Ein Range Rover wollte einen gestrandeten Ford Transporter aus dem Wasser ziehen – und brachte sich damit selbst in massive Schwierigkeiten.
Was zunächst nach einer klassischen Offroad-Rettungsaktion klingt, entwickelte sich an einem Strand im englischen Scarborough schnell zum kostspieligen Desaster. Laut einem Bericht von Carscoops hatte sich ein Ford Transit im nassen Sand festgefahren, während er eigentlich nur Jetskis aus dem Wasser holen wollte. Die Lösung schien simpel: Ein kräftiger Range Rover SVR sollte den Transporter befreien.
Zu viel Vertrauen in die Technik?
Mit rund 575 PS, Allradantrieb und diversen Offroad-Programmen bringt der Range Rover Sport SVR eigentlich beste Voraussetzungen mit, um auch anspruchsvolles Terrain zu bewältigen. Doch weicher, durchnässter Sand interessiert sich herzlich wenig für Leistungsdaten und Image.
Das rund 140.000 Euro teure Luxus-SUV fuhr an den Strand, hängte sich an den Transporter und blieb prompt selbst stecken. Augenzeugen berichten, dass der Fahrer sogar versuchte, gleichzeitig den Van samt Jetskis aus dem Sand zu ziehen – eine ziemlich schlechte Idee.
Flut setzt allem ein Ende
Während die Beteiligten noch hektisch versuchten, beide Fahrzeuge mit Spaten und Muskelkraft zu befreien, wurde die Lage zunehmend brenzlig, denn die Flut kam wohl schneller als erwartet.
Mehrere Schaulustige gaben laut Berichten Tipps, wie man die Fahrzeuge besser aus der misslichen Lage befreien könnte, doch diese wurden offenbar ignoriert. Stattdessen kämpften die Fahrer weiter auf eigene Faust – vergeblich.
Stück für Stück holte sich das Meer schließlich beide Fahrzeuge. Gegen späten Abend ragten nur noch wenige Teile aus dem Wasser, ehe Range Rover und Transit vollständig versanken. Erst bei Ebbe konnten Bergungskräfte die Autos wieder an Land ziehen. Doch da Salzwasser als einer der größten Feinde von Fahrzeugen gilt, stehen die Chancen, dass die beiden Autos noch wirtschaftlich instand gesetzt werden können, entsprechend schlecht.
Für den Besitzer des Range Rovers wäre diesmal vermutlich das Motto "Ich schließe meine Augen und habe nichts gesehen" die bessere Wahl gewesen. Oder anders gesagt: Ein bisschen mehr Ignoranz hätte ihm vermutlich mehrere Zehntausend Euro gespart.
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