Finger weg vom Handy am Steuer Montage
Mit einer Aufkleberaktion weisen AUTO BILD und die DEKRA auf die Gefahr der Ablenkung am Steuer hin.
Einige Vergehen aus dem Bußgeldkatalog sind nicht nur lebensgefährlich, sie können auch unerwartet teuer werden: Neben eher lästigen Geldbußen für einfache Ordnungswidrigkeiten sieht der Bußgeldkatalog empfindliche Strafen für gemeingefährliches Verhalten vor. Solche Taten können von 200 Euro aufwärts mit bis zu 1500 Euro geahndet werden. Seit neuestem zählt auch das Benutzen des Handys am Steuer dazu. Verstöße gegen das Handyverbot kosten 100 statt bisher 60 Euro und ziehen einen Punkt in Flensburg nach sich. Bei einer Sachbeschädigung werden 200 Euro fällig und es gibt zwei Punkte plus einen Monat Fahrverbot. AUTO BILD und die DEKRA engagieren sich aktuell in diesem Bereich. Mit der gemeinsamen Aktion "Handy weg! Dein Leben zählt" weisen die Partner auf die Gefahren der Handynutzung hinter dem Lenkrad hin.

Säufer und Raser werden zur Kasse gebeten

Video: Alkohol am Steuer

Unser Promilletest

Heftig schlägt auch Alkohol am Steuer zu Buche. Der ist nicht nur aus Gründen der Sicherheit kein kleines Vergehen. Zwischen 0,5 und 1,1 Promille hätte Vater Staat gern 500 Euro vom erwischten Fahrer, einen Monat darf er danach nicht hinters Lenkrad. Wiederholt sich die Tat, wird aus einem Lapsus Vorsatz. Und der wird mit bis zu 1500 Euro und drei Monaten Fahrverbot bestraft. Wer ab 0,3 Promille einen Unfall verursacht oder ab 1,1 Promille fährt, begeht dazu eine Straftat. Der Führerschein ist dann mindestens sechs Monate weg und die Geldstrafe richtet sich nach der Höhe des Einkommens.

Rasen kann ein Vermögen kosten

Wer rast, spielt vergleichbar mit Menschenleben und dem Inhalt seiner Geldbörse. Bis zu 600 Euro kann der Bleifuß auf der Autobahn kosten, in der Stadt und auf dem Land wird es ab 40 km/h zu viel teuer. Ab 71 km/h drüber liegt die Strafe innerorts zum Beispiel bei 680 Euro und drei Monaten Fahrverbot, außerorts sind es gerade mal 80 Euro weniger.  

Halten an der falschen Stelle

Auch das einfache Halten – nur an der falschen Stelle – kann ins Geld gehen. Zum Beispiel, wenn hinter einer Kuppe oder in einer schlecht einsehbaren Kurve geparkt wird. Kommt es zum Unfall, dann kann der Fall vor Gericht wandern und der Richter dem Eigner des abgestellten Fahrzeugs eine Teilschuld zusprechen. Verweigert dann die Kfz-Versicherung die Zahlung, dann kann eine lebensverändernde Rechnung auf den Parksünder zukommen.

Die Tücken des Bahnübergangs

Einen unbeschrankten Bahnübergang einfach zu überfahren, kann 290 Euro kosten.
Bild: AUTO BILD / Harald Almonat
Eine tückische Gefahrenquelle sind auch Bahnübergänge. In ländlichen Gegenden mit wenig Autos und gefühlt wenig Zügen sind gern unbeschrankte Exemplare zu finden. Und die laden geradezu dazu ein, kurz das Auto rollen zu lassen und nach schnellem Blick nach links und rechts die Fahrt fortzusetzen. Doch Vorsicht! Bis zu 50 Personen sterben pro Jahr an solchen Übergängen. Deshalb kostet das Überfahren ohne Stopp 290 Euro und kann einen Monat Fahrverbot nach sich ziehen. Noch teurer ist das Ignorieren von vorhandenen Schranken oder Halbschranken. 350 Euro kostet das den Fußgänger, 700 Euro den Autofahrer. Auf letzteren wartet zusätzlich ein dreimonatiges Fahrverbot. Hier folgen Ordnungswidrigkeiten, die 200 Euro oder mehr kosten.

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Ordnungswidrigkeit: Die höchsten Bußgelder
Ordnungswidrigkeit: Die höchsten Bußgelder
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Das wird teuer: Wofür es die höchsten Bußgelder setzt
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