Ratgeber Navigation
Ein guter Tausch

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Das CD-Radio verschwindet, stattdessen gibt es Musik und Navigation aus dem Doppel-DIN-Schacht – zum Nachrüsten. Die bieten etwa Alpine, Clarion, JVC, Kenwood oder Zenec.
Bild: Sven Krieger
Günstige Gebrauchtwagen mit fest eingebautem Navi? Fehlanzeige, die gibt es kaum. Die meisten haben nur ein CD-Radio im Doppel-DIN-Schacht. Oder der ist sogar leer. Mit Navi ist der Gebrauchte kein Schnäppchen, kostet glatt 2500 Euro mehr. Doch so viel Geld kann man sich sparen, denn für die Hälfte gibt es Festeinbau-Navis zum Nachrüsten. Die bieten etwa Alpine, Clarion, JVC, Kenwood oder Zenec. Die Kombigeräte aus Navi und Multimediastation können sogar oft mehr als die Werkslösungen. Das absolute Schnäppchen kommt jedoch von Blaupunkt. Der Hersteller verkauft Werksnavis für 450 Euro.
Ab Werk kostet das VW-Navi für den Doppel-DIN-Schacht rund 1000 Euro. Blaupunkt-Bosch aber verkauft es für nur 450 Euro. Wie das? Bei den Geräten handelt es sich um reparierte Garantierückläufer aus den VW-Autohäusern. Ab Werk führt das Navi durch Deutschland und über die Hauptstraßen Europas, wahlweise auch hausnummergenau durch Europa. Vorteil der Rückläufer: Weil sie für die Einbauschächte von VW gebaut wurden, passt alles perfekt, bis hin zur Blende für das Armaturenbrett. Allerdings müssen die Kunden noch eine GPS-Antenne kaufen und einbauen, das jedoch ist recht einfach. Die Geräte haben zwei Jahre Garantie. Preis: 450 Euro.
Alpine Navi-K2/W505R

Bild: Werk
Clarion NX509E-EU
Dieses Navigationsgerät mit Touchscreen führt mit digitalen Karten durch 43 europäische Länder. Das Doppel-DIN-Gerät hat Spurassistent, Blitzerinfo und topografische Karten an Bord. Die Abbiegehin weise werden mit Text-to-Speech-Technik vorgelesen, der Text wird also vom Computer selbst erzeugt. Das Navigationsgerät leitet allein mit GPS-Signalen, eine Verbindung zu Radsensoren des Autos ist nicht nötig. Das RDS-Radio kann Audio- und Video-DVDs sowie CDs abspielen. Außerdem verfügt das Gerät über Anschlüsse für USB- und Videokabel sowie den Apple-iPod. Preis 1099 Euro.
JVC KW-NT1
Dieser Lotse dirigiert mit Karten aus dem Flash-Speicher, rechnet so schneller als mit CDs. Straßen- und Ortsnamen liest er vor (Text-to-Speech). Restaurants, Hotels oder POI können direkt aus der Kartendatenbank angerufen werden (Bluetooth-Freisprechanlage). Das Gerät steuert iPod oder iPhone, hat SD-Kartenleser, USB-Anschluss, Videospieler, einen abnehmbaren Touchscreen und kann sogar optional per Adapter mit einer Lenkradfernbedienung gesteuert werden. Preis 1100 Euro.
Kenwood DNX5240BT

Bild: Werk
Zenec ZE-NC2010
Aus eins mach x ... Die Firma Zenec nutzt geschickt die digitale Technik und produziert eine Basisstation, die sie mittels minimaler Software-Differenzierung an fast jede Automarke anpasst. Ebenso reichhaltig ist das Blendenprogramm: Jeder findet hier den passenden Einbaurahmen für sein Auto. Das Gerät ist Navi mit TMC und Freisprechanlage, hat iPod-Steuerung, USB-Anschluss und SD-Kartenleser. Verkaufsstellen unter www.zenec.de . Preis 1199 Euro.
Rahmen und Adapter
Weil die Autohersteller ihre Cockpits ganz unterschiedlich gestalten, passen die Doppel-DIN-Radios nicht automatisch in die Einbauschächte. Außerdem gibt es Probleme mit den Anschlüssen, vor allem bei einer Lenkradfernbedienung. Viele Radiohersteller bieten deshalb eigene Lösungen über ihre Internetseiten oder den Fachhandel an. Adapter für die Verkabelung sowie Einbaurahmen gibt es aber auch bei Spezialisten wie Audiotechnik Dietz (www.dietz.biz) oder Conrad (www.conrad.de). Rahmen und Adapter kosten dort um 150 Euro.
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