Bis dass der TÜV uns scheidet – solche Aufkleber schmücken oft alte Rostlauben. Dabei können natürlich auch Hauptuntersuchungen (HU) bei DEKRA, GTÜ und KÜS ein Trennungsgrund sein. Denn egal, welche Prüforganisation die Mängel findet, ihre Beseitigung kostet. Damit stellt sich zwangsläufig die Frage nach der Wirtschaftlichkeit: Reparieren oder Endstation Schrottplatz?
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Am besten dran ist natürlich, wer sich ein neues Auto kaufen kann. Denn ab dem Tag der ersten Zulassung vergehen drei Jahre, ehe die Prüfer zur Visite bitten. Wer sich jedoch nur einen Gebrauchten mit frischer Plakette leisten kann, steht schon nach 24 Monaten wieder vor den strengen Herren im Kittel. Und verlässt sie, wenn es dumm läuft, wieder mit einer langen Mängelliste.
VW Golf IV
Der HU-Kandidat: ein VW Golf IV von 1999, 152.000 Kilometer gelaufen.
Außerdem bitte nicht vergessen: Jüngere Fahrzeuge leiden unter hohem Wertverlust. Da kann es wirtschaftlicher sein, doch lieber die alte Kiste zu reparieren. Vor allem, wenn nur mechanische Wehwehchen zu kurieren sind. Denn alles, was mit Schrauben verbunden ist, lässt sich halbwegs preiswert in Ordnung bringen. Teuer wird es jedoch, wenn der Rost das Blech durchlöchert hat, Schweiß- und Lackierarbeiten nötig macht. Dann klettert die Rechnungssumme schnell in vierstellige Regionen. Bei verzinkten Autos wie dem Golf IV ist Rost kaum ein Problem. Eher schon Ölverlust aus alten und deshalb verhärteten Dichtungen. Ist es der hintere Dichtring der Kurbelwelle, werden 500 Euro fällig. Akkurat ausgeführt, stoppt die Reparatur den Ölfluss aber für viele Jahre. PS: Warum wir für diese Geschichte ausgerechnet einen Golf IV gewählt haben? Ganz einfach: Er ist auf unseren Straßen am häufigsten vertreten.
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Fazit

Autofahren ist zu einer Rechenaufgabe geworden: Wie komme ich günstig über die Runden? Deshalb mein Tipp: Im AUTO BILD TÜV-Report steht, welche Modelle welche Macken haben. Und welche die besten Chancen besitzen, bei der Hauptuntersuchung gar nicht erst durchzufallen.