Jeder Reifen auf einem Fahrzeug muss mindestens 1,6 Millimeter Restprofil haben. Das verlangt der Gesetzgeber. Ehe Autofahrerinnen also ihre Winterreifen montieren oder die Sommerreifen für den Winter einlagern sollte das Profil überprüft und gegebenenfalls neue Pneus besorgt werden.
Gut wer dabei im Hinterkopf hat, dass viele Experten für eine wirklich sichere Fahrt schon viel früher zu einem Tausch der Reifen raten. Nämlich bei einem Restprofil von drei bis vier Millimeter.

Neue Technologie für ein längeres Reifenleben

Das sieht man Michelin neuerdings anders. Der Premiumreifenhersteller gab beim Marktforschungsinstituts Civey eine bevölkerungsrepräsentative Umfrage in Auftrag. Ein Ergebnis: 64,7 Prozent der Befragten gaben an, dass die lange Haltbarkeit eines Reifens für sie ein wichtiges Qualitätskriterium sei. Deshalb setzt Michelin bei der Produktion seiner Reifen auf die sogenannte Performance Made To Last Technologie und verspricht, dass Michelin-Reifen konsequent bis zur gesetzlichen Mindestprofiltiefe von 1,6 mm gefahren werden können.
50 Sommerreifen im Test
Der Winter naht und damit der nächste Reifenwechsel. Profikontrolle ist dann erste Bürgerpflicht.
Bild: Toni Bader

6,6 Millionen Tonnen CO2 einsparen

Allein in Europa könnten nach Berechnungen des Unternehmens jährlich rund 128 Millionen Altreifen eingespart werden. Das entspreche in etwa einer Einsparung von 6,6 Millionen Tonnen CO2. Eine Emissionsmenge, die entstehe, wenn ganz Frankfurt sechs Mal nach New York und zurückfliegen würde.

Verpflichtung zu mehr Nachhaltigkeit

Aber Reifen von Michelin sollen nicht nur lange, sondern auch nachhaltig fahren. Deshalb hat sich das Unternehmen verpflichtet bis 2030 in allen hergestellten Reifen 40 Prozent nachhaltige Materialien einzusetzen. Bereits heute finden sich unter den über 200 Rohstoffen der Reifenproduktion eher unerwartete Naturstoffe wie Orangenschalen und Sonnenblumenöl. Langfristig sollen auch Plastikflaschen und alte Joghurtbecher in die Produktion einfließen.
Ziel von Michelin ist es, dass ein Reifen am Ende seines Lebenszyklus irgendwann recycelt und in weiten Teilen in die Neuproduktion eingespeist wird. So soll ein Kreislauf entstehen, der den Bedarf an neuen Rohstoffen reduziert. Um das zu erreichen, arbeitet Michelin mit dem schwedischen Start-Up Enviro zusammen. Das Unternehmen hat eine Technologie entwickelt, bei der Reifen chemisch so zersetzt werden, dass die einzelnen Materialien extrahiert, rückgewonnen und wiederverwendet werden können. Am Ende dieser Entwicklung könnte dann ein geschlossener Produktionskreislauf entstehen.