Reisemobil: Mit dem Wohnmobil die Bretagne entdecken
Rau, aber herzlich

Wetter und Landschaft gehen im Westen Frankreichs eine kongeniale Allianz ein: So schroff die Küste, so schroff kann auch das Wetter sein. Dafür sind die Menschen liebenswürdig und ihre Küche ausgezeichnet
Bild: Bernhard Schmidt
Die Klippe ist 40 Meter hoch, unten drücken anrollende Wellen in eine Minibucht und schleudern die Gischt wummernd in die Vertikale, oben dämmert die gezackte, düstere Ruine eines längst aufgegebenen Benediktinerklosters, daneben stehen eine finstere, kleine Natursteinkapelle und ein einsames steinernes Kreuz, davor ein bilderbuchmäßiger schneeweiß-blutroter Leuchtturm, und jetzt spannt sich auch noch ein Regenbogen draußen übers Meer. Ist das jetzt nicht ein bisschen kitschig, Herr Direktor da oben, der du fürs Wetter und alles andere auch zuständig bist?
Wir sind ergriffen, haben aber keine Zeit dazu, weil es augenblicklich anfängt zu schütten. Daher rennen wir lieber und erreichen atemlos die Gemütlichkeit in unserem Dreamer. In dem träumen wir von Sonnenschein. Das Handtuch aus dem raffinierten, in die Duschtür eingelassenen Schrank rubbelt inzwischen die Haare trocken, die Beine liegen hoch, ein paar Kekse auf dem Tisch, während Herr Direktor beliebt, mächtig zu trommeln.

Felger, frz. Fougères, heißt diese bei uns ziemlich unbekannte Stadt mit der größten erhaltenen Festung Europas. Wie im Märchen! 13 Türme!
Bild: Bernhard Schmidt
So ist das in der Bretagne im Juli. Das Wetter, ein wechselhaftes Ding. Ich wette, in fünf Minuten zaubert der Himmel den erträumten Sonnenschein aus dem Ärmel, und ich frage mich, Regen, welcher Regen? So ist es, und wir nutzen die frischen Strahlen zum Besteigen des weißroten Leuchtturms St. Mathieu bei Le Conquet im äußersten Westen der Bretagne, einem Landstrich, der das Prädikat schroff verdient. Steile Küste, wildes Meer, spitze Felsen, graue Häuser, schiefe Dörfer, raue Städte, na, und das Wetter ist auch nicht gerade zart. Da bin ich froh, Camping nicht im Zelt zu machen. In der Bretagne ist es immer gut, ein bisschen Haus dabei zu haben.
Der Dreamer ist das neueste Kastenwagenmodell aus dem Rapido-Markenreich, das vorne fast so kultiviert fährt wie ein Pkw und hinten eine Designer-Herberge ist. Für die elegante Innenausstattung mit Holz und Stoff sollte es einen Schönheitspreis geben. Wir sind optimal versorgt mit unserem Rotel, denn erstens: Die Bretagne ist ein Wohnmobilparadies mit richtig vielen Campingplätzen, oft an entzückenden Stellen. Zweitens: Es gibt nicht viele Hotels, und die sind jetzt fast alle ausgebucht, trotz ihrer prohibitiven Hauptsaison-Preise. Drittens: Hier gibt es vielerorts auch Stellplätze, die sind mal kostenlos, mal kosten sie ein bisschen, haben dann aber Strom, Wasser, Abwasser-Entsorgung. Viertens: Dieser atlantiknahe Landstrich spielt täglich große Wetterlotterie. Auf kein Hochdruckgebiet ist Verlass. Fünftens: Diesel ist in Frankreich noch teurer als bei uns, da ist es gut, ein relativ kleines, wendiges, sparsames Fahrzeug zu haben. Wir brauchten bei gemütlichem Tempo bloß neun Liter/100 km. Sechstens: Wendig hilft auch, weil die uralten, grauen Städte eng und verwinkelt sind und sich der schlanke Dreamer durchquetschen kann.
Wohnmobilreise Bretagne: Mont-Saint-Michel bitte nicht im Juli!
Was man alles gesehen haben muss? Den Mont-Saint-Michel, aber bitte, bitte nicht im Juli und August. Dann haben sich dort nämlich alle Franzosen plus Belgier, Holländer, dazu halb Deutschland und zehn Prozent aller Japaner konspirativ verabredet, um die Parkplätze vor und die Gehwege in dem sagenhaften Felsenklosternest zu verstopfen. Hoffnungslos. Es ist wie bei der Love-Parade, nur ohne Love. Wer unbedingt mal in einem Stau der Leiber, also zu Fuß stehen möchte, bitte sehr. Ex-Saison ist es aber ganz wunderbar. Salzlämmer weiden vor dem pyramidenförmigen Konglomerat aus Fels und Bauwerk. Drin in den Gassen ist es malerisch bis verwirrend, von draußen ist es der Hammer.
You have to see it! Gerne auch aus dem Dreamer-Fenster, ein Träumchen. Früher durfte man ja direkt vor dem Felsen auf dem von den Tiden bedrohten Festland parken und übernachten, aber das wurde alles wegreglementiert, und Shuttle-Busse verkehren von den ausgedehnten Parkplätzen weiter weg. Der Stellplatz für die Camper ist sogar im hintersten Eck. Die nächsten Must sees? St. Malo, gar nicht weit, hat die zauberhafte Altstadt "Intra Muros" mit einem Rundgang auf der Stadtmauer, das berühmte Gezeitenkraftwerk La Rance (13 Meter Gezeitenunterschied! Mit Klappbrücke und epischen Staus, wenn mal wieder ein Schock Segelboote durchmuss) und pralles Leben.

Cap Fréhel, aufgelockert Campen. Den Sonnenuntergang gibt’s gratis.
Bild: Bernhard Schmidt
Was isst man in den Mauern? Natürlich Austern aus Cancale, das liegt 12 Kilometer östlich mit Blick auf kilometerlange Austernbänke. Es sollen, so schwören manche Gourmets, die besten "Huitres" der Welt sein. Gut, wir wollen nicht streiten. Austern sind Geschmacksache.
Dinan liegt hingegen landeinwärts, trotzdem per Boot erreichbar, wenn nicht gerade Ebbe ist. Die Stadt scheint aus einem Musketier-Film übrig zu sein, wie ein Adlerhorst auf einem Felsen hockend, von Stadtmauern umschlossen, eng, grau, winkelig, aber charmant, und bekannt für feines Kunsthandwerk und seltsame Trachten.
Dinan liegt hingegen landeinwärts, trotzdem per Boot erreichbar, wenn nicht gerade Ebbe ist. Die Stadt scheint aus einem Musketier-Film übrig zu sein, wie ein Adlerhorst auf einem Felsen hockend, von Stadtmauern umschlossen, eng, grau, winkelig, aber charmant, und bekannt für feines Kunsthandwerk und seltsame Trachten.
Brummen wir weiter entlang der zerklüfteten, Sandstrand-gespickten Smaragdküste zum wuchtigen Fort de La Latte zur Rechten, dann zum Cap Fréhel in einer unerwarteten Heidelandschaft voller blühender Erika, schließlich biegen wir ein auf den Camping du Cap Fréhel, zwischen den Dünen, unter den Kiefern, neben dem Meer, das Rauschen im Ohr, den Strand vor der Nase, und dahinten blinkt der Leuchtturm sein ewiges An-Aus, als hätte dieser Nachtplatz einen epischen Wackelkontakt.
Bretagne-Reise: Dorf Erguy soll Asterix-Vorlage gewesen sein
Tags drauf wird’s comic-komisch, denn wir kommen in einem kleinen gallischen Dorf an, das einst umringt war von römischen Lagern. Das Dorf wurde inzwischen zur Kleinstadt, und wir gehen natürlich zum Fischhändler, der Poissonnerie Valmer, wo drei sehr charmante Damen in Gummischürzen hinter dem Tresen stehen. Ich sage: "Der Fisch in Erquy hat ja nicht den besten Ruf." Da antwortet die Chefin: "Er war einst immer gut abgehangen, aber jetzt riechen sie mal. Heute morgen aus dem Meer geholt."
Auch wenn es nicht bewiesen ist, Erquy soll die Vorlage für das kleine gallische Dorf gewesen sein, denn Asterix-Zeichner Albert Uderzo hatte als Kind hier immer seine Ferien verbracht. Jetzt geben wir mal ordentlich Gas, der Diesel knurrt, und wir sausen nach Ploumanach, die "Corniche Bretonne" abgondeln, die schrillste Küstenstraße der schrillen Bretagne. Als hätte der große Direktor ganz oben manchmal den Schalk im Nacken, liegen hier phantasievolle Felsen am Meer, die dann auch Totenkopf heißen oder Hexe, Bastille, Flasche, Napoleons Hut. Und man kann hier Leuchtturm gucken gehen, natürlich. Dieser hier heißt Men-Ruz, ein reizendes Bauwerk, so reizend, dass er das Top-Model der meisten Bretagne-Reiseführer geworden ist, also der bretonische Klischee-Auslöser auf der Titelseite. Er steht in oben genannter bizarrer Steinlandschaft aus rund erodierten, rosafarbenen Felsen. Die Nachbarn vom Turm sind ein Haus von Gustave Eiffel und das Schloss Costaëres, das dem Komiker Dieter "Didi" Hallervorden gehört. Es ist wirklich eine ulkige Gegend.

Die Bretagne hat viele tolle Buchten zu bieten, keine gleicht der anderen.
Bild: Bernhard Schmidt
Damit wird es wieder Zeit für Heia machen. Der Reisende ist müde von so viel Bretagne, und wir steuern den Camping Municipal Saint Efflam an, was eine gute Wahl ist, denn nah am endlosen Strand, bei dem niemand den Reflex zum Fotografieren unterdrücken kann. Es ist mal wieder Ebbe, das heißt wenig Wasser und irre viel Weite. Das Bett ist schnell gemacht. Schnarrratsch die Rollos, die sich aus den Fenstersäulen zaubern lassen, fertig ist die Schlafstatt. Noch ein Gläschen Cidre aus dem Kühlschrank, dazu Camembert avec du pain, nett haben wir’s. Und wenn es nicht schon so kühl wäre, dann würden wir draußen sitzen auf den Campingstühlen.
Wir ziehen weiter nach Westen. Morlaix, unbedingt angucken, so alt, so fachwerkig, so schief und krumm, und oben drüber, irgendwo in den Wolken, schwebt die Eisenbahn auf einem enormen Viadukt, der dem Bilderbuch entsprungen ist. Ich vergaß vor Morlaix den Cairn von Barnenez. Der stammt ungefähr aus dem Jahr 4000 vor Christus, der Jungsteinzeit, also verdammt lang her. Ein Bauunternehmer zapfte den Hügel in den 1950er-Jahren an, er brauchte halt Baumaterial und freute sich über so schöne gleichmäßige Granitsteine. Bis er auf einen Dolmen traf, die eigentliche Grabkammer. Da war Schluss mit Steinbruch. Er hatte ein Fürstengrab entdeckt.
Bretagne mit dem Wohnmobil: wunderbare Pfarrhöfe
Hinter Morlaix halten wir uns ein bisschen links, da liegen die Dörfer Saint-Thégonnec, Guimiliau, Lampaul. Sie verbindet eines: Alle haben wunderbare Pfarrhöfe, jawohl. Wichtigstes Element dabei sind die sogenannten Kalvarienberge, Granitmonumente mit feinst gearbeiteten Figuren, Skulpturen, Reliefs, alles eine Art mittelalterlicher Comic-Strip, der die Lebens- und Leidensgeschichte Jesu plastisch darstellt. Begnadete Künstler waren am Werk, auch in den Kirchen selbst, die voller Altarbilder und Skulpturen stecken. Wir streben nun weiter nach Westen, so weit es geht, dort stehen wieder beachtliche Leuchttürme. Die Bretagne ist umkränzt von einer Lichterkette auf Stelzen, die eine einzige Botschaft raus aufs Meer blinkt: Hier ist Land! Komm nicht zu nah!
Das ist nicht fremdenfeindlich gemeint, sondern im Gegenteil sehr freundlich. Man möchte die Fremden auf ihren Schiffen da draußen lebend begrüßen und nicht als angespültes Strandgut. Die bretonische Küste gilt wegen ihrer Untiefen, Felsen, Riffe, Strömungen, der enormen Tidendifferenzen und der extremen Winde als eine der gefährlichsten der Welt. Dazu kommt erschwerend, dass die Wasser vor Bretagnes Haustür die am dichtest befahrenen der Welt sind. Da führt ein nautischer Superhighway vorbei, über den Mittel-, Nord- und Osteuropa mit Energie und Ware aus dem Rest der Welt versorgt werden, beziehungsweise umgekehrt.

Historische Städte gibt es zuhauf.
Bild: Bernhard Schmidt
Tausende Schiffbrüche verzeichnet die Geschichte. Das taugt Tauchern. Wrackliebhaber erzählen fröhlich von der Küste als ausgesprochen eisenhaltiger Gegend. Deswegen haben sie die Leuchtfeuer, 111 Stück. Und das schon sehr lange. Das hat einen für den Reisenden netten Nebeneffekt. Die Signaltürme sind keine langweiligen, industriell gefertigten Zweckbauten, sie sind Oldtimer, sie sind Charaktere, sie sind Schönheiten, sie sind architektonische Meisterleistungen. Und einige kann man besuchen. Der Atlantik ist heute ein bisschen schlecht gelaunt, und die "Stagadon II", das kleine Touristenboot, kämpft sich hüpfend wie ein Jojo durch die Brandung vor Lilia. Die Passagiere, die eben in der ruhigen Bucht noch lässig draußen am Bug standen, haben sich pitschnass geduscht ins Innere geflüchtet.
Mit jeder Welle scheint mir der Kahn nussschaliger zu werden, obwohl 72 Leute draufpassen, also nicht so klein. Der Käpt'n fährt zudem seltsame Umwege. Unser Ziel, der Leuchtturm auf der Île Vierge, lag eben schön vor uns, jetzt sehe ich ihn rechts hinter mir. Wo fährt der Mann bloß hin? Ah, ein kleines Leuchtfeuer auf einem Felsen da vorne, da müssen wir rum, ach, und da sind noch mehr Tonnen und Baken. Diese Küste ist, ich sehe es, gesprenkelt mit exzellenten Möglichkeiten, ein nasskaltes Ende zu finden. Wir müssen einen ziemlichen Umweg machen, bis das Ziel wieder voraus ist.
Bretagne: der größte Leuchtturm Europas steht im Westen Frankreichs
Das Leuchtfeuer der Jungfraueninsel ist zum Glück nicht zu übersehen, es thront auf dem höchsten Steinleuchtturm der Welt und dem höchsten überhaupt in Europa. Ein steinernes Stiletto, das sich da in den wolkenverhangenen Himmel reckt, mit einer Verdickung oben samt einem flotten Hütchen drauf, Höhe 77 Meter und eine Reichweite des Lichtstrahls von 52 Kilometern. Im Grunde ist es rührend, dass die alten Leuchttürme noch immer mit großem Aufwand betrieben werden, denn die kommerzielle Seefahrt, auch fast alle Fischer und Hobby-Kapitäne auf ihren Jachten vertrauen heute auf das GPS. Heutzutage weiß ein Nautiker immer punktgenau, wo er sich befindet. Anders als vor 200 Jahren. Damals war jede Bootsbesatzung, die bei Dunkelheit nicht im Hafen war, todgeweiht. Aber heute dürften die aktiven Tage der Leuchtfeuer gezählt sein. Bemannt sind die meisten schon lange nicht mehr, eine Ausnahme ist dieses Eiland.
Wir sind am Ziel, doch festmachen können wir an der Île Vierge nicht. Stattdessen kommen zwei kleinere Boote, mit denen wir uns ausbooten lassen müssen, aber selbst die können am Inselchen nicht so anlegen, dass der Tourist touristengemäß trocken Land gewinnt. Wir müssen die Schuhe ausziehen, die Hosenbeine aufkrempeln, die Fotoapparate sichern, ins kalte Wasser jumpen und ein paar Meter bis zum Strand waten. Ich komme mir wie ein Entdeckungsreisender vor - oder eher wie ein Schiffbrüchiger? Gleich zwei Leuchttürme stehen auf der Insel Vierge, der große ist der "neue". Er wurde 1902 in Dienst gestellt, während der alte, kleinere aus dem Jahr 1845 stammt. Er trägt heute Nebelhorn sowie Funkantenne, und zu seinen Füßen wohnten die beiden Leuchtturmwärter in einem schmucken Häuschen. Heute nicht mehr. Ein Automat erledigt das Leuchten.

Nein, Obelix hat hiermit nichts zu tun.
Bild: Bernhard Schmidt
"Zwei bemannte Leuchttürme gibt es noch in Frankreich", sagt der junge Mann, den wir oben auf dem großen Turm vorfinden. Er steht da einsam mit einem Fernglas und einem Kofferradio und wartet auf Touristenfragen. Da muss er sich ein bisschen gedulden. Der Neuankömmling muss erst mal schnaufen. 360 Stufen in der längsten Wendeltreppe, die ich je gesehen habe, sind eine harte Probe und der Auslöser frischer Fitness-Vorsätze. Die Treppe wendelt im hohlen, runden Inneren des Turms schmal und filigran an die mit 12.500 Kacheln verkleidete Wand nach oben. Ohne Zwischendecke und doppelten Boden hat man einen durchgängigen Blick in einen endlosen Schlund, und der Aufstieg ist nichts, wirklich nichts für Leute mit Angst vor Höhen.
Draußen auf dem Balkon pustet ein böiger Wind, sodass ich meine Kappe besser festhalte. Der Blick ist – wie nicht anders zu erwarten – grandios und weit, und der Info-Mann sagt, als ich Richtung Osten gucke, "da hinten sehen sie die Île de Batz mit ihrem Leuchtturm, das sind rund 40 Kilometer." Ich ahne sie im Dunst. "Und dort im Südwesten sehen sie den Phare du Four, 21 Kilometer entfernt, der ist berühmt, weil es so dramatische Fotos von ihm gibt."
Wohnmobilreise Bretagne: Carnac ist die Hauptattraktion
Ein Phare ist ein Leuchtturm, das Wort werde ich noch häufig hören. "Es gab damals einen Wettkampf zwischen den Nord- und Süd-Bezirken des Départements Finistère", erklärt der Mann weiter, "wer den schönsten Leuchtturm besitzt. Der Süden baute den Phare d'Eckmühl, im Norden entstand dieser hier. Der Eckmühl ist der zweithöchste in Europa, er ist ebenfalls ein Meisterwerk."
So ist das unter Leuchtturmliebhabern. Man plaudert sich am Hobby entlang. Wir wollen nun aber weiter, ab nach Süden, um unseren Vorfahren aus der Jungsteinzeit einen Besuch abzustatten. Carnac ist die Zentrale ihrer europäischen Aktivitäten, das Hauptquartier der Steineaufrichter. Nein, es war nicht Obelix, der Hinkelsteine in die Wiesen setzte. Bei Carnac stehen noch 2730 von ursprünglich rund 6000 Menhiren, wobei auf bretonisch "men" Stein bedeutet und "hir" lang. Besser kann man es kaum ausdrücken. Carnac, so sagen viele, ist die Hauptattraktion der Bretagne, denn so etwas gibt es nicht noch einmal auf der Welt. Und das ist dann ja ein gutes Schlusswort.
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