Richtigstellung
ADAC stellt kar: kein Reichweiten-Schummel bei VW

Bild: Tom Salt / AUTO BILD
Dass E-Autos nicht immer die nach dem WLTP-Prüfstandard angegebene Reichweite schaffen, ist nichts Neues. Schließlich hängt die tatsächliche Reichweite von vielen Faktoren ab, darunter die persönliche Fahrweise oder etwa die Außentemperatur. Dass E-Auto-Hersteller ihrer Kundschaft aber mutwillig falsche Zahlen unterbreiten, wäre hingegen ein handfester Skandal.
Genau dieser Verdacht kam am 23. Oktober 2023 auf, nachdem Berichte suggerierten, der VW ID.3 habe in einem Langzeittest des ADAC eine kleinere Batteriekapazität aufgewiesen als vom Hersteller angegeben. Auch COMPUTER BILD berichtete. Nun dementiert der Automobilclub jedoch etwaige Meldungen.
Keine Auffälligkeiten im Test
Wie der ADAC in einer Mitteilung klarstellt, habe der elektrische Kompaktwagen keinerlei Auffälligkeiten aufgewiesen. Zwar habe man eine "minimale Differenz zwischen der angegebenen Nettokapazität" und eigenen Messergebnissen festgestellt. Diese habe man aber gemeinsam mit den Entwicklern von VW aufklären können: Sie beruhten im Wesentlichen auf unterschiedlichen Messverfahren, so ADAC-Unternehmenssprecherin Katrin van Randenborgh.
Am 23. Oktober 2023 berichtete unter anderem COMPUTER BILD, der ADAC habe bei einem Langzeittest des ID.3 eine Batteriekapazität von 69 statt der vom Hersteller angegebenen 77 Kilowattstunden gemessen. Daraus ergab sich der Verdacht, der Autohersteller drossele die Batterieleistung bewusst, um die volle Leistung erst dann per Softwareupdate freizuschalten, wenn sich die Speicherkapazität des Akkus mit der Zeit verringere, um den Verlust der Kapazität auszugleichen. Dieser Verdacht lässt sich durch die Tests des ADAC allerdings nicht rechtfertigen, wie der Automobilclub in seiner Mitteilung betont.
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