Rolls-Royce Phantom 102EX: Fahrbericht
Der größte Stromer

Luxus-Stromer von der Insel: Rolls-Royce hat mit dem Phantom 102EX ein außergewöhnliches Elektroauto geschaffen. AUTO BILD ist das "Experimental Car" gefahren.
- Wolfgang König
Elektro-Motoren bieten einen Haufen Drehmoment – schon ab der ersten Umdrehung. Obendrein sind sie leiser als der diskreteste Butler. Und schwergewichtig ist so ein Rolls-Royce sowieso, da kommt es auf die Batterie auch nicht mehr an. Vielversprechend also, das findet auch der erlauchte Hersteller. Und zum Ausprobieren verwandelte er den Phantom des Hauses in ein Elektromobil. 102EX heißt es, ganz in Electric Blue lackiert – der hundertundzweite Experimental-Rolls-Royce mithin und wie alle EX-Exemplare mit rot ausgelegtem RR-Emblem versehen.
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Die leiseste Versuchung, seit es Rolls-Royce gibt: erste Ausfahrt im Experimental-Rolls.
Bild: Werk
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Unterwegs zischt der Luxusdampfer ab wie ein Rennboot. Aus dem Stand lässt er dem V12 keine Chance – ein herzhafter Druck auf das Fahrpedal, ein entferntes Summen, und der Phantom wird scheinbar schwerelos. Kein Rolls-Royce hat je so geflüstert wie dieser. Überzeugend, auch wenn das E-Modell erst bei höherem Tempo leiser läuft als der Benziner. Dessen Vorteil (abgesehen von der Reichweite): Auf der Autobahn fährt er dem auf Tempo 160 begrenzten Elektro-Royce auf und davon, begleitet freilich von schwerem Edelmetallton.
Alles zur Marke Rolls-Royce
Würden Sie Ihren nächsten Rolls-Royce also mit Elektrotraktion vorziehen, Sir? Very well, Pommeroy, höre ich mich sagen. Schließlich bringt mich mein Phantom ohnehin nur zur Oscar-Verleihung. Oder zum Pferderennen. Das schafft die Batterie. Und wenn er auch nicht wirklich grün ist: Es reicht ja, wenn wenigstens die anderen grün werden. Vor Neid.
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