In den Städten ist das Laden von E-Autos über Wallboxen oder öffentliche Ladestationen leicht zu erledigen. Aber auf Überlandstrecken und den Autobahnen kann man noch lange nicht an jeder Raststätte oder gar an jedem Rastplatz mit einer Ladesäule rechnen, dem Schnellladesystem einiger Anbieter zum Trotz.
Um die Elektromobilität zu fördern, hat der Bund fast zwei Milliarden Euro für den Bau von 1000 Ladepunkten zum Schnellladen von E-Autos bis 2023 ausgeschrieben. Der niederländische Anbieter Fastned kündigt in dem Zusammenhang an, in Deutschland kräftig zu expandieren: Ladestationen mit Dutzenden Schnellladepunkten plant Fastned entlang der Autobahnen. Die Ankündigung ist eine Kampfansage an den Quasi-Monopolisten Tank&Rast, der beinahe alle Raststätten in Deutschland betreibt.
Hinweis
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Bereits jetzt betreibt Fastned eigenen Angaben zufolge 19 Ladestationen in Deutschland, 137 in ganz Europa. Der Anbieter sei der größte Betreiber von Schnellladestationen in seinem Heimatmarkt. Im Mittelpunkt der Expansionpläne steht neben dem Laden von E-Autos die Bequemlichkeit der Reisenden: So sollen die Ladepunkte überdacht sein und in ihrer Anmutung modernen Tankstellen gleichen. Mit sanitären Einrichtungen und attraktiven Shops wollen die Niederländer bei E-Auto-Fahrern punkten. Weil sich nach Ansicht von Fastned-Chef Michiel Langezaal die Standorte bisheriger Raststätten nicht beliebig erweitern ließen, fasst Fastned für die Schnellladepunkte neue Standorte ins Auge – und fordert Zugang zu autobahnnahen Grundstücken.