Schriebers Stromkasten, Teil 91
Unterwegs im E-Chinesen

Die Akku-Kosten treiben den Preis in absurde Höhen – noch. AUTO BILD im Erst-Kontakt mit dem Luis 4U green: So fährt sich der Stromer aus Schleswig-Holstein.
Immer wieder fragen Leser, welche Elektroautos man heute schon kaufen oder bestellen kann. Na, zum Beispiel den hier, den Luis 4U green, komplett in China gebaut und verkauft von dem Geschäftsmann Jan Luis aus Ammersbek bei Hamburg. Ich bin ihn gefahren. Auf den ersten Blick erinnert der 4U green an einen Daihatsu Terios. Der Offroad-Eindruck täuscht, nur die Vorderachse wird von einem 27-kW-Motor angetrieben. Der Viersitzer ist eng, schwer (1830 Kilo) und soll mit einer Reichweite von rund 150 Kilometern ab 2011 knapp 40.000 Euro kosten. Die gefahrene Version ist das Sondermodell 2010, von dem Luis 100 Stück verkaufen will. Mit Leder, Navi, Klima, Rückfahrkamera (damit verdient die Luis AG ihr Geld) und größeren Lithium-Eisen-Phosphat-Akkus (32 kWh) für mehr als 200 Kilometer Reichweite. Und einer Ladezeit von – Achtung! – einem halben Tag.

Bild: Uli Sonntag
Übersicht: Zu den Stromkästen
• Ein Tesla Roadster hat die erste Rallye nur für Elektroautos gewonnen. Tim Ruhoff und Co-Pilot Steven Hoffmann siegten auf den 560 Kilometern der ersten e-miglia von München nach Rovereto (Italien) und kassierten ein Preisgeld von 10.000 Euro. Nur eines der 25 gestarteten Autos musste aufgeben.
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