Seat Ibiza Facelift: Fahrbericht
Spanisches Temperament: Der frische Ibiza im ersten Check
Wer Fahrdynamik auch in den kleinen Klassen zu schätzen weiß, ist bei Seat richtig. Der Ibiza wird nun mit einer zweiten Überarbeitung noch einmal fit gemacht.
Bild: Seat
Dass Seat den neuen Ibiza auf Ibiza vorstellt – quasi selbstverständlich. Ein zweites Facelift nach acht Jahren Bauzeit? Einigermaßen überraschend.
In der Tat schien eine Zeit lang auf der Kippe zu stehen, ob es mit Seat als eigenständiger Automarke im VW-Konzern überhaupt noch weitergehen sollte. Investitionen und neue Modelle gab es vor allem bei Cupra, der höherpreisigen, sportlichen Tochtermarke.
Facelift mit überarbeitetem Innenraum
Nun sendet Seat-Chef Markus Haupt die Nachricht: Es gibt uns noch – und das soll auch so bleiben. Vielleicht nicht mit ganz neuen Modellen, aber immerhin mit "aufgewerteten" Fahrzeugen, deren Lebenszyklus über das normale Maß hinaus verlängert wird. Im Januar 2026 kommt der Ibiza überarbeitet auf den Markt.

Aufgewertet: Mit dem Facelift bekommt der Ibiza ein neues Lenkrad und mehr weich aufgepolstertes Material in den Türen.
Bild: Seat
Konkret heißt das: Neue Farben und Felgen kommen ins Programm, ein überarbeiteter Innenraum ebenso. Das neue Lenkrad und die Aufpolsterung in den Türen sollen dem Qualitätseindruck auf die Sprünge helfen, die neuen Sitze bequemer sein. Die sportliche Ausstattungslinie FR bringt vorn nun Sitze mit integrierten Kopfstützen serienmäßig mit, gelaserte Logos in der B-Säule weisen auf den FR-Trimm hin.
Fahrzeugdaten
Modell | Seat Ibiza 1.5 TSI DSG |
|---|---|
Motor | Vierzylinder, Turbo, vorn quer |
Hubraum | 1498 cm³ |
Leistung | 110 kW (150 PS) bei 5000/min |
max. Drehmoment | 250 Nm bei 1500/min |
Antrieb | Frontantrieb, 7-Gang-DSG |
Länge/Breite/Höhe | 4070/1780/1447 mm |
Leergewicht | 1231 kg |
Kofferraum | 355–1165 l |
0–100 km/h | 8,1 s |
Vmax | 220 km/h |
Verbrauch (WLTP) | 5,5 l S/100 km |
Abgas CO2 (WLTP) | 125 g/km |
Preis | k. A. |
Mit den neu gestalteten Voll-LED-Frontscheinwerfern strafft Seat das Programm: Abblend- und Fernlicht sollen heller sein als beim alten Basislicht, die teurere Option mit sichtbaren, einzelnen LED-Elementen entfällt. Zwei verschiedene Tagfahrlichtsignaturen sorgen trotzdem für Abwechslung.
Abstimmung des FR ist ziemlich straff
Auf der Straße zählt der Ibiza nach wie vor zu den agilsten seiner Klasse, wirkt fahraktiv und eher straff abgestimmt. Wer das FR-Modell wählt, sollte sich im Klaren darüber sein, dass hier ein noch mal härteres Sportfahrwerk drinsteckt, das seinem Namen alle Ehre macht und Unebenheiten trocken weitergibt.

Knackig: Im FR-Modell stellt ein Sportfahrwerk die Verbindung zwischen Ibiza und Straße her – es gibt Unebenheiten recht trocken weiter.
Bild: Seat
Bei den Motoren bleibt vorerst alles beim Alten, den Einstieg bildet beim Ibiza ein Einliter-Saugbenziner mit Saugrohreinspritzung und gerade einmal 80 PS, der nur das grundlegendste Mobilitätsbedürfnis zufriedenstellt. Darüber folgen die Einliter-Turbomotoren mit 95 PS (5-Gang-Schaltung) und 116 PS (6-Gang-Schaltung). Top-Motorisierung ist der 1.5 TSI mit 150 PS, der dem kleinen Spanier durchaus Beine macht und fast etwas GTI-Flair ausstrahlt. Klassisch veranlagte Naturen freuen sich, dass der Ibiza noch über eine manuelle Handbremse verfügt.
Preisliste startet bei 20.890 Euro
Seat sagt, die Preise wären beim Facelift-Modell gleich geblieben. Stimmt zwar, aber die unterste Ausstattungslinie Reference fällt mit der Überarbeitung weg, die neue Basis heißt Ibiza, darüber folgen dann Style und FR. Ab 20.890 Euro Basispreis geht es los. Aussicht für die Zukunft: 2027 sollen Mildhybride Einzug halten. Wie gesagt, Seat will dranbleiben.
Diese Reise wurde unterstützt von Seat. Unsere Standards zu Transparenz und journalistischer Unabhängigkeit finden Sie unter go2.as/unabhaengigkeit.
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