Fahrbericht Seat Ibiza TGI

Fahrbericht Seat Ibiza TGI

Seat Ibiza TGI: Test

So fährt der Erdgas-Ibiza

Seat bringt den Ibiza jetzt auch mit Erdgas-Antrieb. Der Einliter-Dreizylinder leistet 90 PS. AUTO BILD ist den kleinen Spanier gefahren.
Der Seat Ibiza wird neben den klassischen Benzin- und Dieselvarianten auch mit einem Erdgasantrieb angeboten. Dabei unterscheidet sich der Kleinwagen optisch nur durch den TGI-Schriftzug auf der Heckklappe vom normalen Ibiza. Auch der Innenraum bleibt im Vergleich zum konventionellen Spanier gleich. Einzig das Kombiinstrument verrät den TGI als Erdgas-Modell. Hier ersetzt der Füllstand des CNG-Tanks die Temperaturanzeige im Tacho. Läuft der Motor mit Erdgas, leuchtet ein grünes CNG-Symbol auf der Tachoscheibe. Das war's – mehr kriegt der Fahrer optisch nicht mit vom Gasantrieb.

Seat verspricht 500 Kilometer Reichweite

Mit 13,8 Kilogramm Erdgas und neun Litern Benzin soll der Ibiza TGI rund 500 Kilometer weit kommen.

Unter der Haube des Erdgas-Ibiza arbeitet ein Einliter-Dreizylinder mit 90 PS, das maximale Drehmoment liegt bei 160 Nm. Der Motor ist bivalent ausgelegt, kann also neben Erdgas auch mit gewöhnlichem Benzin aus seinem nur neun Liter großen Tank betrieben werden. Neigen sich die insgesamt 13,8 Kilogramm CNG, die der Spanier auf drei Tanks verteilt, dem Ende zu, schaltet der Ibiza selbstständig auf Benzinbetrieb um. Kombiniert liegt die Reichweite laut Seat bei 500 Kilometern, nur mit CNG gefahren, soll beim Ibiza nach 360 Kilometern Schluss sein. Schon direkt nach dem Start fällt eines auf: Der Ibiza ist als Erdgas-Mobil etwas lauter als sein benzinbetriebener Bruder. Die Mischung aus Einliter-Dreizylinder und Gaseinblasung mindern den Geräuschkomfort etwas, was im Betrieb aber nicht wirklich stört.

Ab 2200/min baut der Turbolader richtig Druck auf 

Problemlos: Der TGI unterscheidet sich beim Fahren nur unwesentlich von MPI, TSI und TDI.

Beim Anfahren fordert der Ibiza etwas mehr Gas als gewohnt. Erst einmal in Bewegung, dreht der Motor aber willig hoch. Den Drehzahlkeller mag der kleine Spanier nicht, wer vorankommen möchte, darf nicht schaltfaul sein. Unter 2000 Umdrehungen passiert beim Ibiza TGI nicht viel, ab 2200/min baut dann aber der Turbolader richtig Druck auf und beschleunigt den Kleinwagen angemessen. Das Sechsgang-Getriebe schaltet – wie von Seat gewohnt – sehr präzise und rastet sauber ein. Da es sich beim Testwagen um ein "FR"-Modell handelt, liegt der Ibiza satt auf der Straße – Sportfahrwerk sei Dank. Die Lenkung ist ausgewogen und dabei angenehm direkt, ohne anstrengend zu werden. Auch hier unterscheidet sich das Erdgas-Modell nicht von seinem konventionell befeuerten Brüdern. Die Preisliste des Seat Ibiza TGI startet bei 17.510 Euro. Der Testwagen in der sportlichen "FR"-Ausstattung beginnt bei 20.475 Euro.
Das Fazit von Andreas Huber: "Ja, ein Erdgasauto zu fahren bedeutet, kleine Abstriche in Sachen Geräuschkomfort und Durchzug zu machen. Wer einen Kleinwagen für die Stadt haben möchte und gleichzeitig bei Spritkosten und Emissionen sparen will, wird mit dem Ibiza TGI aber bestimmt seine Freude haben." 

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