Mainstream wird ir­gendwann langweilig. Lo­gisch also, dass sich fort­geschrittene Oldtimerfans früher oder später für Exoten in­teressieren, die nicht jeder auf dem Zettel hat. Solche Raritäten gibt es selbst bei Volkswagen – nur dass der Markenname in vielen Fällen nicht mehr zu den Preisen passt.
VW Fridolin  Typ 147
Der Fridolin ist so kurios wie sein Name – und sehr selten. Das und das VW-Emblem garantieren Wertzuwachs.

Den Vogel schießt der VW Fridolin ab: Ein karger Kastenwagen mit Schiebetüren, der nach seiner Pen­sionierung bei der Post vorübergehend günstig zu haben war, sich in den vergangenen sechs Jahren aber bis auf über 80.000 Euro hoch­geschaukelt hat. Schon länger teu­er ist das vom Barmener Karossier Hebmüller eingekleidete Käfer Cabrio, das in gutem Zustand so­gar doppelt so viel kostet wie der offene Karmann-Käfer.

Auch in Zukunft könnte der Preis steigen

"In beiden Fällen wirkt die Selten­heit als Preistreiber", sagt Marius Brune vom Marktbeobachter Classic Data. "Die Zahl der noch erhaltenen Fahrzeuge ist dreistel­lig, gleichzeitig gibt es eine relativ hohe Nachfrage von Sammlern." Diese interessierten sich zuletzt auch verstärkt für hierzulande nicht angebotene Modelle der brasilianischen Tochter VW do Brasil wie das Sportcoupé SP2 oder den Shooting Brake Brasília.

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VW Golf Country
VW Golf GL 2 Country
Marktanalyse Volkswagen - VW Golf Country 1990-91, 98 PS
Kamera
Diese VW-Raritäten steigen im Wert
Als grundsätzlich vielverspre­chend beurteilt Classic Data das Wertsteigerungspotenzial seltener Youngtimer des Wolfsburger Her­stellers. So habe die VW­-Gemein­de kürzlich ihre Liebe zum Golf Country entdeckt, was zu steigen­den Preisen geführt hat. Beim Passat W8 will Brune sich allerdings nicht festlegen: Rar genug ist er, technisch ausgefallen auch – für ein Liebhaberauto optisch aber viel­leicht zu sehr Mainstream.