Auffahrunfall

SF-Klassen S und M in der Kfz-Versicherung

Was bedeuten die SF-Klassen S und M?

Die Schadenfreiheitsklassen S und M sind Sondereinstufungen, die die Kfz-Versicherung richtig teuer machen können. Welche Fahrer dort eingestuft werden.
Wer lange Zeit unfallfrei fährt, wird von seiner Kfz-Versicherung mit niedrigeren Beiträgen belohnt: Schadenfreiheitsrabatt heißt das Zauberwort. Die Höhe des Nachlasses steigt mit der Zahl der unfallfreien Jahre (Schadenfreiheitsklasse). Doch was bedeuten die SF-Klassen S und M? Hier kommen die wichtigsten Infos dazu.

Wie funktioniert das SF-Klassen-System?

Die Schadenfreiheitsklasse gibt an, wie viele Jahre man unfallfrei gefahren ist, beziehungsweise wie viele schadenfreie Jahre die Versicherung anrechnet. Wer durch viele Jahre unfallfreien Fahrens in eine hohe SF-Klasse eingestuft wird, bekommt einen entsprechend hohen Schadenfreiheitsrabatt auf den zu zahlenden Grundbeitrag angerechnet. Die Schadenfreiheitsklassen reichen von SF-Klasse 0 (Ersteinstufung für Fahranfänger mit weniger als drei Jahren Fahrerlaubnis) bis SF-Klasse 35 (35 Jahre unfallfrei). Mit höherer SF-Klasse wird die Kfz-Versicherung also immer günstiger. Umgekehrt kann der Versicherte allerdings auch wieder zurückgestuft werden, wenn er der Versicherung einen selbstverschuldeten Schaden melden muss. Die Versicherung überprüft jeweils zum Jahresende, ob ein Schaden gemeldet wurde und passt die Schadenfreiheitsklasse entsprechend an.

Wann landet man in SF-Klasse S oder M?

Auch wer als Fahranfänger in der SF-Klasse 0 einen Unfall baut, wird herabgestuft. Da die Versicherungen allerdings nicht mit "Minus-Jahren" rechnen, wurde die Klasse M (für Malus) eingeführt. Sie ist nur durch Rückstufung erreichbar und geht in der Haftpflicht üblicherweise mit mindestens dem eineinhalbfachen Beitragssatz einher, in der Kasko können sogar weit über 200 Prozent des eigentlichen Beitrags fällig werden. Achtung: Häufig werden auch langjährige Kunden, die in einem Jahr mehrere Schäden melden, in die Klasse M eingestuft.

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Daneben gibt es noch die SF-Klasse S, die bezüglich des Rabatts meistens zwischen den Stufen 0 und 1 liegt. In diese Klasse wird man in der Regel dann zurückgestuft, wenn man mit SF-Klasse 1 einen Unfall baut. Damit fällt man zumindest nicht ganz auf null zurück und darf sich immerhin noch über einen kleinen Nachlass freuen. Unterschiedlich gehandhabt wird die Rückstufung aus der Klasse SF 1/2: Sie ist für Fahranfänger nach wenigen Monaten erreichbar und greift häufig auch, wenn man den Führerschein schon einige Jahre besitzt, aber zuvor noch kein eigenes Auto versichert hatte. Wer mit SF 1/2 einen Unfall baut, wird bei manchen Versicherungen in die teuerste M-Klasse zurückgestuft, bei anderen rutscht man nur auf SF S ab. Genaue Details dazu kann man bei seiner Versicherung abfragen oder direkt der Rückstufungstabelle entnehmen.

Autor: Michael Gebhardt

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