Skoda Klement: E-Bike im Test, Fahrrad, S-Pedelec

Hier strampelt nur der Strom

Das Skoda Klement sieht aus wie ein E-Bike, hat aber keine klassischen Pedale und ist auf der Straße so schnell wie ein Moped. AUTO BILD hat das S-Pedelec getestet!
Im Zuge des aktuellen E-Bike- und E-Scooter-Booms plant Skoda ein Elektro-Bike, das mit Tempo 45 fahren kann. Das Skoda Klement soll das Auto auf kürzeren Strecken ersetzen oder ergänzen. Nur ist das Bike weder ein typisches Fahrrad noch ein typischer Motorroller, hat nicht einmal Pedale!

Gashebel und Handbremse gibt es nicht

Das Design ist in dieser Form einmalig: Es gibt keine Kette und keine klassischen Pedale.

Derzeit wiegt der Prototyp, der schon auf dem Genfer Autosalon vorgestellt wurde, etwas über 30 Kilogramm, in Serie sollen es ähnlich wie bei einem E-Bike nur knapp mehr als 20 Kilo sein. Ein großer E-Roller wiegt locker das Vierfache. Das Rad ist also besonders für Städter deutlich alltagstauglicher. Mal kurz in den ersten Stock tragen und in der Wohnung abstellen? Kein Problem! Gewöhnungsbedürftig ist: Dieser Prototyp hat weder einen Gashebel noch eine Handbremse. Stattdessen befinden sich dort, wo beim Fahrrad die Pedale sind, zwei leicht kippbare Fußbretter zum Gasgeben und Bremsen. Wie fühlt sich das an? Aufgestiegen und los geht's!

Das Skoda Klement hat eine Reichweite von 60 Kilometer

Aufgrund der Geschwindigkeit dürfte die Serienversion nicht auf Radwegen fahren, sondern auf der Straße.

Sitzt man erst einmal, ist alles ganz einfach: Fußspitzen leicht nach unten drücken – und schon schiebt der vier Kilowatt starke E-Motor an der Hinterradnabe das E-Bike nach vorn. Hacken nach unten, greift vorn eine Scheibenbremse, hinten wird durch die Rekuperation gebremst und gleichzeitig Energie in den herausnehmbaren Akku gepumpt. So sollen bis zu 60 Kilometer Reichweite drin sein. Und weil das Zweirad aufgrund seiner Leistung und Spitzengeschwindigkeit technisch doch eher einem E-Roller ähnelt, sind am Lenker neben einem Lichtschalter auch Knöpfe für Hupe und Blinker. Setzt die Bremswirkung ein, leuchtet nicht nur die Leuchte hinten, sondern auch beide Pedale rot auf. Hat man sich an die Hand-, Verzeihung, Fußhabung erst einmal gewöhnt, kurvt man fast so wendig wie auf einem Fahrrad herum – nur eben viel schneller.

Smartphone dient als Tacho und Kommandozentrale

Handy mit spezieller App als Tacho: Licht und Blinker werden per Knopf am Lenker bedient.

Das Klement ist bestens vernetzt: Das Smartphone kann man einfach in eine Halterung klemmen, es funktioniert dann per App als Tacho und Kommandozentrale, zeigt zum Beispiel Akkustand und den Status des ABS-Systems an. Möglich sind später auch Fahrassistenzsysteme. Bis das Klement serienreif ist, müssen noch einige Fragen geklärt werden: Sind beispielsweise eine Handbremse und ein klassischer Gashebel sinnvoller, soll es auch eine kleine, klassische Tacho-Anzeige geben? Die Ingenieure bauen derzeit an einer zweiten Version, die Antworten liefern soll. Richtig losgehen wird es in anderthalb bis zwei Jahren – und dann soll das Klement zusammen mit faltbaren E-Rollern und den schon erhältlichen Pedelecs die Städte elektrisieren. Nur zu den Kosten sagt Skoda noch nichts.

Christopher Clausen

Fazit

Ein richtig cooles Konzept – und leichter zu fahren als gedacht! Bleibt abzuwarten, ob das Konzept der kippbaren Fußbretter es in die Serie schaffen wird. 

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