Skoda Kodiaq: Simply-Clever auf Polizei-Art
Das muss so: Skoda mit kuriosem Gurt

Ein Skoda Kodiaq mit speziellem Gurtsystem, Rammbügel und "Spionagemodus" – das steckt dahinter!
Bild: Škoda Auto a.s.
Wer ins Auto steigt, greift automatisch zur Türseite nach dem Anschnallgurt. Das gilt auch für die beiden äußeren Plätze der Rückbank. Würde man jedoch in diesem Skoda Kodiaq hinten rechts sitzen, griffe man ins Leere – denn hier ist der Sicherheitsgurt auf der Innenseite angebracht.
Der Grund: Bei dem SUV handelt es sich um ein Polizeifahrzeug, und der Platz hinter dem Beifahrer ist für Festgenommene vorgesehen. Diese können sich in Handschellen nicht selbst anschnallen – das muss ein Polizist übernehmen.

Über einen zweiten Spiegel, der über dem Rückspiegel angebracht ist, lässt sich von den vorderen Plätzen aus die Rückbank beobachten.
Bild: Škoda Auto a.s.
Damit sich der Beamte nicht über die festgenommene Person beugen und sich dadurch potenziell in Gefahr bringen muss, lässt sich der Sicherheitsgurt unterhalb der Beifahrerkopfstütze vorpositionieren und anschließend im Gurtschloss an der Tür einrasten.
Polizisten haben das Auto mitentwickelt
Die Kodiaq-Modelle mit diesem besonderen Gurtsystem gehören zur Flotte der tschechischen Polizei, die gerade ihre neuen Dienstwagen erhalten hat. An der Entwicklung waren die Beamten selbst beteiligt.

Als Polizeiauto sind die typische Folierung und Sirenen beim Kodiaq ein Muss.
Bild: Škoda Auto a.s.
Natürlich unterscheidet sich das SUV auch an anderer Stelle von der Serienversion. Besonders auffällig ist der schwarze Rammbügel an der Front. Damit wollen die Polizisten flüchtende Kriminelle stoppen, indem sie deren Auto kontrolliert ins Schleudern bringen.
Andere Bremsen und Spionagemodus
Eine weitere Modifikation ist erst auf den zweiten Blick erkennbar: Der Polizei-Kodiaq verfügt über die robustere Bremsanlage des Siebensitzers. Um sie optimal zu kühlen, ist er mit 18-Zoll-Alufelgen statt mit Stahlfelgen samt Radkappen ausgestattet.

Im Kofferraum befindet sich beim Kodiaq für Streifenpolizisten ein Waffenschrank (Bild) – Verkehrspatrouillen haben Schubladen an Bord.
Bild: Škoda Auto a.s.
Damit bei Einsätzen sofort die Verfolgung aufgenommen werden kann, lassen sich der 265 PS starke Zweiliter-Benziner, das DSG und das Fahrwerk schnell in den Sportmodus schalten. Außerdem besitzt der Einsatzwagen einen „Spionagemodus“, der es ermöglicht, das SUV ohne eingeschaltete Scheinwerfer zu bewegen.
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